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Maskenpflicht fällt: Das sagen die Lüdenscheider Schüler

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Von: Leon Malte Cilsik

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Maske vor Gertrud-Bäumer-Berufskolleg in Plettenberg
Symbolbild © Engelmann, Ines

Nicht bei allen Schülern lösen die Lockerungen Begeisterungsstürme aus. Vor allem für die jüngeren unter ihnen wird es eine völlig neue Erfahrung.

Lüdenscheid – In den Schulen fallen die Masken. Die Landesregierung hat entschieden, ab dem 2. November die Maskenpflicht in Schulen in NRW am Sitzplatz aufzuheben. Dies geht aus einer Pressemitteilung des Ministeriums für Bildung und Schule hervor. Die Reaktionen von Lüdenscheider Schülerinnen und Schüler darauf sind vielfältig.

„Ich halte es für keine gute Idee. Lange können wir diese Lockerung bestimmt nicht beibehalten und am Ende sitzen wir doch alle wieder mit der Maske im Unterricht“, sagt der 14-jährige Alessio Hennecke.

Sein Freund Jarne gibt sich etwas optimistischer: „Durch die Impfungen denke ich, dass es nun langsam an der Zeit ist. Ich persönlich kann mich einfach besser konzentrieren ohne Maske.“ Beide besuchen die neunte Klasse der FCSL Realschule.

Maja Lu Schlottmann sieht dies ähnlich, hat aber nach wie vor Bedenken: „Die Maske lenkt mich ab – ich wünsche mir einfach die Normalität zurück. Aber bei uns in der Stufe sind nur etwa ein Drittel der Schüler geimpft – da mache ich mir schon sorgen.“ Ihre Freundin Sophie Reichelt hat ähnliche Befürchtungen: „Der letzte Corona-Fall liegt bei uns noch nicht lang zurück. Ich denke, wir sollten vorsichtig bleiben.“ Mia Czech und Viktoria Sedorf fügen noch an, dass sie schon von vielen ihrer Mitschüler gehört hätten, dass sie die Masken trotzdem aufbehalten werden. Insgesamt sind sich die vier Freundinnen, die die zehnte Klasse des Zeppelin Gymnasiums besuchen, einig: Die Maskenpflicht aufzuheben, sei generell eine gute Idee, aber der Zeitpunkt sei angesichts der steigenden Infektionszahlen einfach nicht der richtige.

In den jüngeren Jahrgängen kommt noch ein anderes Argument hinzu. Angesprochen auf die nahenden Lockerungen geben Malte, Lilli, Jana und Junelie aus der fünften Klasse des Zeppelin Gymnasiums alle eine ähnliche Antwort: Sie seien froh, sich endlich auch einmal ohne Maske kennenlernen zu können. Denn bisher ist ihnen dies im neuen Klassenverbund auf der weiterführenden Schule verwehrt geblieben. Dennoch ist Jana froh, dass es trotzdem weiter Einschränkungen geben wird: „Ich bin froh, dass wir auf den Fluren weiter unsere Masken tragen müssen. Denn dort kennt man sich ja nicht so gut.“ Die große Schülerzahl auf dem Gymnasium mache ihr noch etwas Angst.

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