Comedy im Bistro K.

Laktose, Religion und keine eigene Meinung

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Spielt im Bistro K.: Martin Zingsheim, hier bei einem Auftritt in der Burg Holtzbrinck.

Lüdenscheid - Der Comedian Martin Zingsheim stellt am Freitag, 16. November, im Bistro K. des Kulturhauses sein neues Programm „aber bitte mit ohne“ vor.

Als Moderator des Sinfoniekonzertes des WDR-Funkhausorchesters stand Zingsheim bereits im März auf der Bühne des Kulturhauses. Dieses Mal präsentiert der Comedian sein brandneues Stand-up-Programm, in dem er Komik und rasante Gags mit kritischer Tiefenschärfe verbinden will. 

Heutzutage sei Verzicht wahrer Luxus, sagt Zingsheim: „Echte Teilzeit-Asketen verzichten eigentlich auf alles: Fleisch, Laktose, Religion oder eine eigene Meinung.“ Und auch er habe sich frei gemacht – ein Mann, ein Mikro – nur er selbst: „Relevanz braucht keine Requisiten. In einer Überflussgesellschaft ist das Leben, vor allem wenn es um Verzicht geht, voller Widersprüche, findet der Kabarettist.

Zweitägige Fernreisen treten viele Menschen nur noch in fair gehandelten Öko-Klamotten an und transportieren Wasser in Plastikflaschen mit dem Elektrofahrrad. Zingsheim findet in „aber bitte mit ohne“ gleich eine ganze Menge Wahnsinn, auf den man sofort verzichten könnte, heißt es in der Einladung: zum Beispiel Terrorismus-Experten, Hobbypsychologen, Online-Petitionen und glutenfreie Sprühsahne.

Im Februar wurde Martin Zingsheim mit dem Deutschen Kleinkunstpreis ausgezeichnet und gilt als Senkrechtstarter in der Kleinkunstszene. Beginn ist wie gewohnt um 20.30 Uhr. Für die Veranstaltung gibt es Karten zu Preisen von 15,50 bis 17,50 Euro zuzüglich zehn Prozent Vorverkaufsgebühren an der Theaterkasse des Kulturhauses und – nach Vorrat – noch an der Abendkasse vor der Veranstaltung. An der Abendkasse gilt ein erhöhter Eintrittspreis. Schüler und Studenten erhalten 50 Prozent Ermäßigung.

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