Markus Kaiser (32) neuer Vorstand bei der WGL

Günter Nyenhuis, Konrad Krüger, Markus Kaiser und Bernd-Jürgen Kaiser (von links) leiten die Geschicke der WGL.

LÜDENSCHEID ▪ Die ersten alten Kontakte zu Vereinen und Freunden hat er bereits aufgefrischt, Tischtennis und Trompete will er wieder spielen. Gestern hat Markus Kaiser zudem beruflich in der alten Heimat Wurzeln geschlagen und seine neue Stelle als hauptamtlicher Vorstand der Wohnungsgenossenschaft Lüdenscheid (WGL) e.G. an der Weststraße angetreten.

Mit einem kleinen Empfang begrüßten Vorstand, Aufsichtsrat und Mitarbeiter den Neuen, der kein Unbekannter ist. Denn der 32-Jährige tritt in absehbarer Zeit die Nachfolge seines Vaters Bernd-Jürgen Kaiser an, der in diesem Jahr sein 65. Lebensjahr vollendet. Aus Ferienjobs und natürlich auch durch die familiäre Bindung hat Markus Kaiser bereits „einen gewissen Einblick“ in die Grundzüge des Geschäfts. Das Bewerbungsverfahren hat er trotzdem klassisch durchlaufen, musste sich in mehreren Vorstellungsrunden gegen Mitbewerber durchsetzen.

Ohne fachspezifische Weiterbildung geht es nicht, ist sich der studierte Wirtschaftsingenieur aber auch sicher und bildet sich in den kommenden Monaten nebenberuflich zum Immobilienkaufmann weiter.

„Die Herausforderungen sind nicht ohne“, betonte der neue Vorstand. 904 Wohnungen in 157 Häusern durch die Zeiten des demographischen Wandels zu führen, den Bestand auch für neue Genossenschaftsmitglieder attraktiv zu halten – das erfordert Geschick, Marktkenntnisse und vorausschauendes Denken. Seit Markus Kaiser die Bergstadt Ende 2000 verließ, habe die Stadt rund 9000 Einwohner verloren, sagt er: „Es wird interessant, sich auf die Zukunft vorzubereiten.“ In der Vergangenheit hat der Zwei-Meter-Mann Erfahrungen in anderen Branchen gesammelt, war zuletzt in Düsseldorf bei einem großen Edelstahlkonzern mit weltweit 40 000 Mitarbeitern tätig. Hier in Lüdenscheid kennt er seine rund 15 Mitarbeiter schon mit Namen. „Mich zieht’s nicht in die großen Städte“, sagt er, das sei alles zu unpersönlich. Er zieht lieber in eine Genossenschaftswohnung direkt neben seinem neuen Büro.

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