Frieden für die Welt und Gesundheit

Markthändler: Wünsche für das neue Jahr

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Markthändler Thorsten Hardt.

Lüdenscheid  - „Für mich ist die Gesundheit das Wichtigste“, sagt der 80-jährige Markthändler Ernst Adolf Baumhof mit Nachdruck. Weitere Wünsche für sich selbst hat er für das neue Jahr nicht. Aber es gibt doch noch weitere Dinge, die Ernst Adolf Baumhof, der seit vielen Jahren Honig auf dem Lüdenscheider Wochenmarkt verkauft, beschäftigen – und nachdenklich stimmen.

„Wir sind ein Volk, das gar nicht verstanden hat, wie gut es ihm eigentlich geht. Menschen, die angesichts von Flüchtlingen, Krieg und Terror jammern und sagen, dass wir das alles nicht schaffen, die sind in meinen Augen verrückt. Denn sie sehen nicht, was wir in den kommenden Jahren hier in Deutschland brauchen. Wir brauchen Zuzug. Wir brauchen Menschen. Da können wir uns über die Flüchtlinge doch eigentlich freuen, die hierher kommen und bei und mit uns leben wollen. Das ist eine Riesenchance – auch für uns. Aber wir sind eben auch ein Volk, das nicht mehr kämpft, sondern nur noch protestiert.“

Sorgen macht sich Ernst Adolf Baumhof vor allem um die junge Generation. „Die Menschen zwischen 18 und 40 Jahren sind sehr anfällig für rechtes Gedankengut. Das ist in den vergangenen Monaten wieder salonfähig geworden. Das ist schrecklich. Da müssen wir gegensteuern. Das ist unsere Aufgabe.“

Carsten Kürten ist mit seinem Leben rundum zufrieden.

Am Nachbarstand gegenüber verkauft Thorsten Hardt gemeinsam mit seiner Freundin Nadine Kähnlein Obst und Gemüse. Und auch er sieht die politische Lage kritisch: „Ein bisschen mehr Frieden würde der Welt in diesem Jahr ganz bestimmt gut tun.“ Dass dieser Friede nicht einfach herzustellen ist, ist Thorsten Hardt aber bewusst. „Wir hier in Deutschland sind ja bisher verschont geblieben von Terroranschlägen. Aber wenn ich nach Frankreich schaue, dann weiß ich, wie gefährlich die Lage ist. Deshalb wünsche ich mir ein besseres Vorgehen gegen die Kämpfer des Islamischen Staats.“ Ganz privat wünscht sich Thorsten Hardt Gesundheit – „und dass unser Marktstand im neuen Jahr besser ankommt.“

Lange überlegen muss Markthändlerin Sandra Stake nicht, wenn man sie nach ihren Wünschen für das Jahr 2016 fragt: „Einfach nur Gesundheit. Mein Nachbar ist gerade gestorben. Da merkt man wieder, was wichtig ist.“ Ihre Kollegin Rosemarie Stanik nickt: „Die Gesundheit ist die Hauptsache. Alles andere kann bleiben, wie es ist.“ Das bezieht die Käsehändlerin auf dem Lüdenscheider Wochenmarkt allerdings ausdrücklich auf ihr Privatleben: „Gobal gesehen gibt es einiges, auf das wir 2016 sicher gut verzichten können.“

Und auch Carsten Kürten, der auf dem Lüdenscheider Wochenmarkt Wurstwaren verkauft, wünscht sich privat nur eines: „Gesundheit. Ansonsten bin ich mit meinem Leben rundum zufrieden.“

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