Markthändler sauer auf den Famo

Der Famo im vergangenen Jahr war ein großer Erfolg. Die Markthändler allerdings sind unzufrieden.

Lüdenscheid - Hans Werner Müller, Vorsitzender der Interessengemeinschaft Wochenmarkt Lüdenscheid, kritisiert den Trägerverein des Familienmonats (Famo) heftig.

Der Famo-Veranstalter habe nicht „im Sinne des Vorstands für den Wochenmarkt, der sich mit fünf Veranstaltungen beteiligt hat, geworben“, schreibt Müller in seinem Rechenschaftsbericht für die Jahreshauptversammlung der Markthändler. Konsequenz: Müller lehnt eine künftige Beteiligung an Familienmonaten ab.

Bilder vom Famo-Finale 2012

FAMO Finale 2012

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Müller wirft den Famo-Organisatoren weiter vor, Versprechungen, die auf der Jahreshauptversammlung der Markthändler gemacht worden seien, hätten sie nicht eingehalten: „1000 Euro Spende sind wahrscheinlich zu wenig, um vernünftige Werbung für die ganz wichtige Institution Wochenmarkt zu machen. Wir waren sehr enttäuscht darüber, dass der Wochenmarkt nicht einmal auf dem Plakaten zu finden war. In den Auflistungen waren wir noch nicht einmal als Unterstützer aufgeführt. Ich als Vorsitzender distanziere mich bei der nächsten Famo von einer direkten Spende und Unterstützung. Als Fazit hieraus stelle ich mal wieder fest: Haste Kohle, bist du angesagt“.

Famo-Chef Willi Denecke zeigte sich gestern auf LN-Anfrage äußerst verwundert und auch verärgert über Müllers Äußerungen: „Wir haben im Vorfeld des Famo mehrfach mit Herrn Müller gesprochen. Wenn wir nicht unter Zeitdruck selbst noch aktiv geworden wären und Ideen entwickelt hätten, hätte es gar keine Veranstaltungen der Markthändler gegeben. Bei der Preisverleihung des Kürbisschnitz-Wettbewerbs stand ich mit der stellvertretenden Bürgermeisterin Verena Kasperek alleine da. Die Händler samt Herrn Müller glänzten durch Abwesenheit. Im übrigen sind die Veranstaltungen auf mehreren Seiten des Famo-Programmhefts ausführlich vorgestellt und gewürdigt worden. Außerdem wurden die Markthändler im Katalog zur Ausstellung ‘Ganz privat – Familie’ als Unterstützer genannt.“

Auch mit dem Thema Eisbahn beschäftigt sich Hans Werner Müller. Hier räumt er zwar ein, die Zusammenarbeit mit Betreiber Hartmut Langhoff sei „soweit reibungslos“ verlaufen, allerdings sieht er in den Imbissständen auf dem Weihnachtsmarkt offenbar eine Konkurrenz für die Markthändler. Deren Öffnungszeiten ließen „zu wünschen übrig“. Müller möchte, dass die Imbissstände an Markttagen nicht vor 14 Uhr geöffnet werden dürfen: „Schließlich müssen auch die Markthändler davon leben“.

Die Jahreshauptversammlung der Interessengemeinschaft der Markthändler findet am Montag, 8. April, ab 18 Uhr in der Gaststätte Hulda am Markt statt. Auf der Tagesordnung stehen neben Neuwahlen und eventuellen Ausschlussverfahren gegen nicht zahlende Mitglieder ein Referat des CDU-Bundestagsabgeordneten Dr. Matthias Heider sowie die Vorschau auf das 20-jährige Bestehen der Vereinigung im Jahr 2014.

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