Markt der Familie  in Lüdenscheid abgesagt

Beim letzten Vorbereitungstreffen gingen die Daumen noch alle hoch: Jetzt ist der Markt der Familie für dieses Jahr abgesagt.

Lüdenscheid - Der für den 25. Oktober geplante Markt der Familie wird aufs Frühjahr verschoben. Hauptorganisator Werner Giet falle wegen einer schweren Schulterverletzung aus. Man bitte um Verständnis, heißt es in drei knappen Sätzen, mit denen Fachbereichsleiter Hermann Scharwächter die Teilnehmer informierte.

KOMMENTAR

Was macht man in einer Familie, wenn’s irgendwo klemmt? Man steht zusammen und zieht das Ding durch, wenn’s wirklich wichtig ist. Den Markt der Familie lapidar abzusagen, weil der zentrale Ansprechpartner ausfällt, ist eine Kurzschlussreaktion. Es sind allesamt gestandene, veranstaltungserprobte und -erfahrene Akteure, die seit Monaten planen, vorbereiten, sich freuen. Der Markt ließe sich, mit gutem Willen und vereinten Kräften, durchziehen. Wenn der Firmenlauf wegen einer Unwetterwarnung verschoben wird, ist jeder machtlos. Aber demnächst werden wohl auch Stadtfest, SWTAL und Ausbildungsmesse einfach abgesagt, falls der städtische Ansprechpartner ausfällt. Das ist das Signal an alle engagierten Bürger und Betriebe. Das trotzige Signal an die Politik besagt: „Ihr spart überall ein, wir können nicht mehr.“ Strapazieren wir doch den Spruch: „Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.“ - sum

133 Akteure aus Vereinen, Verbänden, Organisationen und Firmen können ihre Zeitplanung und ihre Vorbereitungen erst einmal wieder zu den Akten legen.

Es hätte ein Jubiläumsfest werden sollen: Das Internationale Jahr der Familie feiert 20. Geburtstag, zum 15. Mal hat das Lokale Bündnis für Familie den Markt der Familie im Rathausfoyer und Ratssaal unter Einbeziehung von Rathaus- und Sternplatz organisiert.

Beim letzten Vorbereitungstreffen in der vergangenen Woche stellte Werner Giet die Programmvielfalt vor, die die Angebote für Familien in Lüdenscheid wiederspiegelt. Fux-Live-Shows, eine Schatzsuche quer über den Wochenmarkt und Auftritte, Musik sowie eine Fülle von Mitmachaktionen ergänzen das Programm an mehr als 100 Ständen. Die stehen unter der Regie von eingespielten Organisationen. Die IG Wochenmarkt, die städtische Jugendförderung, Beratungsstellen, die Agentur für Arbeit, die SIHK, Familienzentren, Kinderschutzbund, Kitas, Ehrenamtbörse, Awo, Caritas, Diakonisches Werk, SOS-Kinderdorf – sie alle und mehr engagieren sich.

Es sei noch so viel unklar, gebe bestimmt 20 Baustellen, sagt Hermann Scharwächter, um die sich Werner Giet in den nächsten zwei Wochen ausschließlich hätte kümmern müssen: „Es ist zwar schade, aber das kriegen wir nicht hin.“

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