September: Marion Fritzsche

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Lüdenscheid - „Ich wollte nie in den Schuldienst“, sagt Marion Fritzsche. Lehrerin ist sie geworden, allerdings für Musik – „heute würde mein Abschluss wohl Diplom-Musikpädagogin heißen“. Seit mehr als drei Jahrzehnten lehrt sie Akkordeon - sie ist unsere Lüdenscheiderin des Monats.

Von Jutta Rudewig

Man darf getrost sagen: Sie liebt und lebt ihr Instrument. Seit 35 Jahren besteht unter ihrer Leitung das Akkordeonorchester der Musikschule Lüdenscheid. Gefeiert wurde im September, ein nicht alltägliches Jubiläum und Grund genug für die LN-Redaktion, Marion Fritzsche zur Lüdenscheiderin des Monats zu ernennen.

Oft sitzt sie nur still dabei, wenn die Geschicke der Musikschule öffentlich gemacht werden. Sie bleibt lieber im Hintergrund, lautes Gepolter ist nicht so ihr Ding. Obwohl die rührige Akkordeonlehrerin schon so Einiges gesehen hat im Hause Musikschule. Am 28. November 1977 trat sie dort ihren Dienst an, erlebte das alte Haus an der Liebigstraße mit, anschließend den Umzug an die derzeitige Adresse an der Altenaer Straße. „Und nun ist wieder Bewegung drin“, sagt sie mit Blick auf einen möglichen Umzug an die Albert-Schweitzer-Schule.

In ihrem Orchester spielen inzwischen Ehepaare mit, die sich dort lieben lernten und in diesen Tagen ihre Silberhochzeit feierten. Und ein ganz besonderer Mann. Ihr eigener. „Wir haben uns über die Musik kennen gelernt. Es gab mal einen Höller-Chor unter der Leitung von Astrid Höller-Hewitt. Das war ein gemischter Chor“, erinnert sich Fritzsche an die erste Begegnung mit Ehemann Berno. Der Liebe wegen zog die langjährige Lüdenscheiderin vor einigen Jahren nach Halver.

Ihr Akkordeon begleitet sie bereits seit ihren Kindertagen: „Am 9. Januar 1968 hatte ich meine erste Unterrichtsstunde, damals noch bei meinen Eltern im Wohnzimmer. Erika Hinterleuthner hieß meine Lehrerin. Die spielt mit ihren 78 Jahren noch immer im Akkordeonorchester, die hat ihr Instrument nie an den Nagel gehängt“, kommt die Erinnerung wie aus der Pistole geschossen.

Und was denkt Marion Fritzsche über einen möglichen Umzug der Musikschule an der Stadtrand? „Ich glaube, das würde der Musikschule tolle Möglichkeiten eröffnen. Aber das ist meine ganz persönlich Meinung. Drehen Sie mir da bloß nachher keinen Strick draus.“ Tun wir nicht, versprochen.

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