Zorns zauberhafte Töne

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Tobias Zorn begeisterte mit seinen zauberhaften Tönen das Publikum in der Garderobenhalle des Kulturhauses.

LÜDENSCHEID - Zu einer guten Show gehört eine Hausband. Für den Kleinkunstabend „Warten auf das Stadtfest“ ist das Jazz it up. Seit Jahren – und seit Jahren jedes Jahr besser. Am Abend in der Garderobenhalle des Kulturhauses lieferten die jungen Musikerinnen und Musiker mit ihren Zwischenstücken eine glanzvolle Vorstellung ab – chapeau!

Bekannte, aber auch neue Gesichter sah man auf der „Warte“-Bühne. Moderator Karl-Heinz Blasweiler eröffnete die „Wundertüte“. Es habe sich Einiges getan im letzten Jahr – „Wir sind nicht mehr Papst“. Auf Platz 2 der Hitliste der Kalauer: Die Wahl, Frau Merkel, Herr Steinbrück und der Gesang von Andrea Nahles im Bundestag. Die Kleinkunsteröffnung selbst gehörte dann dem Haus- und Hof-Zauberer des „Warte“-Abends, Timothy Kahler, und seinen Tricks. Und auch hier lässt sich sagen: Das Urgestein des Kleinkunstabends wird auch jedes Jahr lockerer.

Relativ frisch im Programm: Maria Pegelow mit ihrer Lyrik. Sie stellte vor, wie der Teufel die Menschheit zu ruinieren versucht.

Still wie immer kam dann Tobias Zorn daher. Der 16-Jährige gehört zu den Künstlern, die kommen, spielen, ohne ein Wort wieder gehen und dabei einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Der junge Musikschüler spielte auf seinem Marimbaphon so zauberhafte Klänge, dass das „Toll“ der Zuschauerin aus der vierten Reihe noch vor dem Schlussapplaus deutlich zu vernehmen war. Wie anders dann der Vortrag des Poetry-Slammers Marian Heuser aus seinem Buch „Seifen ändern Dich“, die dünnen Wände seiner Wohnung und die daraus resultierende Einflussnahme auf sein Sexualleben. Mit den Mädels de LüCKs ging’s in die Pause, mit Musik von Dieter Heinze, Pete Gere und Stefan Weippert anschließend weiter. Dass man da schon eine gute halbe Stunde über die vorgegebene Zeit war, ist beim „Warte“-Abend obligatorisch.

Mit Jazz, noch mehr Poetry-Slam, Gedichten und Tanzdarbietungen endete der Kleinkunstabend. Und zum Stadtfest ist’s nun nicht mehr ganz so lang hin.

Jutta Rudewig

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