Marc Dobrajc passt seit zehn Jahren aufs Stern-Center auf

Glückwünsche von Center-Manager Kai Ehlers: Marc Dobrajc (rechts) vom Wachschutz feierte Heiligabend sein 10-jähriges Dienstjubiläum. ▪ Alijah

LÜDENSCHEID ▪ Was sind eigentlich die Aufgaben des Wachschutzes? Wer könnte es besser wissen als Marc Dobrajc, der am Heiligabend sein zehnjähriges Dienstjubiläum im Sterncenter feierte.

Präsente, Glückwünsche, Lob und Anerkennung gab es aus diesem Anlass von Center-Manager Kai Ehlers, der den Dienst des zuverlässigen Wachschutz-Mannes schätzt. Und dieser bringt vor allem eins mit: „Die Fähigkeit, besonnen zu handeln und brenzlige Situationen zu deeskalieren“, wie Ehlers sagt.

Dobrajc arbeitet im Hintergrund. Seine Kernaufgabe ist der Objektschutz. Er bewacht also das Sterncenter und hält von Berufs wegen die Augen offen. 9 Uhr Dienstbeginn, bestens ausgerüstet mit geeigneter Dienstkleidung. Danach erster Kontrollgang. Viele werden im Laufe seines Dienstes folgen. Er geht durch alle Etagen, Treppenhäuser, Nebenräume, sammelt oder beantwortet Fragen der Mieter oder leitet sie an verantwortliche Stellen weiter. Später wird er die Geschäfte kontrollieren, ob alle geöffnet sind, Verspätungen nachmelden.

Worauf er achtet? Da lässt er sich lieber nicht in die Karten gucken, aber er hat seine Strategien. Und die sind bewährt: „Ich sehe den Menschen ins Gesicht“, verrät er nur. Ein Job, bei dem es Menschenkenntnis braucht, die Fähigkeit, Personen und Situationen richtig einzuschätzen und natürlich den richtigen Riecher für Ladendiebe, Taschendiebe oder potentielle Randalierer. Manchem folgt er unauffällig ein kurzes Stück, heftet sich vielleicht später noch einmal an die Fersen einer verdächtigen Personen.

Ab und zu erteilt er Hausverbote, manchmal für ein Jahr, auch mal für zwei, Unverbesserliche dürfen lebenslang nicht mehr ins Center. Nach Ladendiebstählen, wiederkehrender Randale, renitentem Verhalten, Alkoholkonsum und Pöbeleien bei gleichzeitiger Unbelehrbarkeit gibt’s Hausverbot. Vier sind es im Schnitt, die Ehlers pro Woche unterzeichnen muss. Wenn Probleme überhand nehmen, bekommt Dobrajc Unterstützung von der Polizei. Manchmal eine Streife, manchmal auch Einsatzkräfte in Zivil. Doch insgesamt ist das Stern-Center ein „einfacher Standort mit stabilem Publikum“, weiß Dobrajc. Ausreißer sind hier deshalb die Ausnahme.

Dobrajc ist bei der Freiwilligen Feuerwehr Altena aktiv. Diese Erfahrung kommt ihm beim Brandschutz zugute, der ebenfalls zu seinen Aufgaben gehört. Denn er trägt Sorge, dass Kunden bei Brandmeldungen sicher nach draußen und keine neuen herein gelangen. Gearbeitet wird in zwei Schichten. In Ausnahmen ist er auch nachts präsent. Zum Beispiel beim Weihnachtsaufbau, bei dem er vier Wochen lang bis nachts drei Uhr im Center aufpasste. Und das tut er zuverlässig, wie Ehlers bestätigt: „Wir haben Vertrauen in unseren Mann“. Dobrajc ist gelernter Maler und Lackierer und entdeckte während seiner Dienstzeit bei der Bundeswehr diese Arbeit für sich. „Ich habe in der Kaserne Wache geschoben“, berichtet der 35-Jährige gebürtige Altenaer. Das hat ihm so viel Spaß gemacht, dass er sich später für diesen Job bewarb. Und diesen liebt er bis heute.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare