Orientalische Tänze an der Knapper Straße

Stillstand ist nichts für „Maroua“.

Lüdenscheid - Längst haben Fitness- und Tanzstudios den Trend aufgenommen, mit „Schultershimmy“, „Kamel“ und der „Hüft-Acht“ neue Klientel entdeckt. Bauchtanz bedeute „Fitness mit Schwung“ künden die Weight Watchers, dabei ließen sich alle Muskelgruppen auf sanfte Art trainieren. „Oriental-Dance-Workout“ ist in. Auch die Volkshochschule Lüdenscheid macht mit.

Freitags zwischen 19.45 und 21.15 Uhr in den Räumlichkeiten an der Knapper Straße 34 trifft man Kursleiterin Manuela Dahlberg-Dietz. Künstlername „Maroua“. Arabische Länder hat sie noch nicht gesehen, aber die Kultur des Bauchtanzes verinnerlicht. „Ich habe vor achtzehn Jahren bei der VHS Meinerzhagen einen Kurs belegt, und dann hat es mich nicht mehr losgelassen.“ Vor etwa sieben Jahren hat die schlanke Tänzerin mit großem Erfolg begonnen, selbst zu unterrichten. Unter anderem in einem Fitness-Center, an den Volkshochschulen Volmetal und Lüdenscheid. Mittlerweile nimmt so manche Bauchtänzerin auch Einzelunterricht bei ihr.

Manuela Dahlberg-Dietz hat sich ihren Platz in der Szene erkämpft. Dazu gehören auch eine eigene Tanzgruppe oder die Zusammenarbeit mit anderen Solistinnen wie der Herscheiderin „Rashalla“ Stefanie Varol oder der Werdohlerin Britta Sönnecken. „Es gibt viele Auftrittsmöglichkeiten“, sagt Manuela Dahlberg-Dietz. Auf Stadtfesten, Hochzeiten, in Altenheime...

Auf dem erreichten Level stehen zu bleiben, das ist für eine gestandene Bauchtänzerin nichts. Dahlberg-Dietz feilt bei Leyla Jouvana in Duisburg an ihren Fähigkeiten, macht dort eine Ausbildung zur Bühnentänzerin und Dozentin für orientalische Tanzkunst. Sie will sich immer weiter verbessern, pflegt vor allem Raqs Sharqi, klassisch-orientalischen Tanz und moderne Einflüsse in diesen Stil. Für sie fließen im Bauchtanz Musik und Bewegung harmonisch dahin, ist hier die Möglichkeit, Freude, Sinnlichkeit, Wut, aber auch Trauer zu leben. In ihren Kursen versucht sie einerseits den Fitness-Aspekt des „Oriental-Workout“ zu bieten und andererseits Anfängern solide Grundkenntnisse zu vermitteln. Einzelne Figuren und Haltung stehen da im Mittelpunkt. Erst später kommen Choreographien dazu. „Bauchtanz fördert die Fitness, hebt das Körperbewusstsein“, sagt Dahlberg-Dietz, „Spaß an anderer Musik und Lebensart, aber auch an Verkleidung gehört auch dazu.“ - usc

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