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Til Schweiger holt Lüdenscheider Ex-Regisseur vor die Kamera 

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Von: Fabian Paffendorf

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Wolfgang Büld (links) traf am Set von „Manta, Manta 2“ einen gut gelaunten und stets zu Scherzen aufgelegten Til Schweiger.
Wolfgang Büld (links) traf am Set von „Manta, Manta 2“ einen gut gelaunten und stets zu Scherzen aufgelegten Til Schweiger. © Wolfgang Büld

Der Regisseur meldet den Vollzug: Die Szenen mit dem gebürtigen Lüdenscheider Wolfgang Büld für Til Schweigers Film „Manta, Manta 2“ sind im Kasten. Doch der Weg dahin, war ein wenig steiniger und mitunter anstrengender, als der 69-Jährige erwartet hatte.

Lüdenscheid / Dortmund – Der Plan war an sich recht unkompliziert: Til Schweiger reagierte auf einen LN-Bericht, in dem er Wolfgang Büld, dem Regisseur des ersten „Manta, Manta“-Films von 1991, eine Gastrolle in der Fortsetzung anbot. Aus seiner Wahlheimat London musste Büld nur für den Dreh zum Set nach Dortmund eingeflogen werden. Doch der Blick auf seinen Reisepass ließ bei ihm dann den ersten Verdacht aufkommen, dass das nicht ganz so einfach werden könnte wie angedacht. „Für die Hinreise hätte es noch gereicht, aber zurück hätte es für mich immense Umwege bedeutet, denn dann wäre der Pass abgelaufen gewesen und die Wiedereinreise hätte nicht ohne größeren Aufwand funktioniert“, erzählt Wolfgang Büld. Der neue Reisepass war zwar bereits beantragt, aber, aufgrund der bürokratischen Verwaltungswege über Ländergrenzen hinweg, erst viel später bei Büld angekommen. Nun, Til Schweiger wusste Rat, ließ über die Produktionsfirma des Films dem alten Freund und Weggefährten einen Schrieb zur Vorlage bei der deutschen Botschaft in London zukommen. Das Dokument sollte den Prozess der Reisepassausstellung beschleunigen. Das klappte zwar, aber war dennoch laut Büld mit ein wenig Wartezeit verbunden.

Quasi in letzter Minute lag das wichtige Ausweispapier dann aber doch vor, die Produktion buchte den Flug für den gebürtigen Lüdenscheider – und dann sollte es losgehen. In Deutschland angekommen stießen dann noch die Kostümbildnerin Heike Weber, Kameramann Roland Willaert und Produzent Peter Zenk dazu. Allesamt auch von Til Schweiger für einen Set-Besuch und einen Gastauftritt in „Manta, Manta 2“ eingeladen. „Am Set wurde dann Wiedersehen gefeiert. Michael Kessler und Martin Armknecht waren dabei und wir wurden geschminkt und warteten auf unseren Einsatz vor der Kamera“, erzählt Wolfgang Büld. Auf diesen sollte die Truppe aber letztlich länger als gedacht warten. „Irgendwann hieß es dann, dass der Dreh abgesagt worden sei. Im Nachhinein erfuhren wir dann, dass aufgrund des Wetters der ganze Drehtag verschoben werden musste“, erzählt Büld.

Wolfgang Büld (3. von rechts) und seine Schauspieler beim Dreh von „Manta, Manta“ im Jahr 1991. Jetzt steht ein Wiedersehen aller Beteiligter vor der Kamera an.
Wolfgang Büld (3. von rechts) und seine Schauspieler beim Dreh von „Manta, Manta“ im Jahr 1991. © Wolfgang Büld

Ganz so traurig sei man jedoch nicht gewesen, denn das, was das Team um Til Schweiger für die Ehrengäste aufgefahren habe, hätte sich sehen lassen können. „Ich hatte sogar einen eigenen Wohnwagen-Trailer am Set. So etwas hatte ich selbst als Regisseur beim ersten Film nicht“, sagt Wolfgang Büld. Ebenfalls als ganz ausgezeichnet empfand Büld die Unterbringung der Crew in einem Dortmunder Hotel. Entspannt habe man zusammen an der Bar gesessen, geklönt und Spaß gehabt, bis dann irgendwann Til Schweiger dazugestoßen sei. Büld und Willaert bekamen im Anschluss dann einen Einblick in den bisherigen Fortschritt Schweigers bei „Manta, Manta 2“.

Fertiges Material konnte Büld bereits sichten

„Wir konnten gedrehtes und auch schon fertiggeschnittenes Material sehen. Es ist unglaublich, mit welcher Leidenschaft Til bei der Fortsetzung bei der Sache ist“, sagt Wolfgang Büld. Parallel zu den Drehs sitze Schweiger abends immer noch selbst am Computer und besorge den Schnitt für den Film. Was Wolfgang Büld vom Film schon gesehen hat, lasse seiner Meinung nach auf eine würdige Fortsetzung des Kultklassikers hoffen. „Mit meiner Fortsetzungs-Idee hat der Film jetzt so gut wie überhaupt nichts zu tun, aber Fans des ersten Teils werden ganz bestimmt große Freude daran haben. Es gibt zahlreiche gute Comedy-Momente und viele Gaststars, deren Mitwirken bis Kinostart noch geheim gehalten wird“, erzählt Büld. Das eigene Cameo im Film hatte Til Schweiger dem Lüdenscheider Regisseur dann erst eine gute Woche später verpasst.

Heike Weber, Wolfgang Büld und Peter Zenk warten am Filmset auf ihren Einsatz vor der
Kamera.
Heike Weber, Wolfgang Büld und Peter Zenk warten am Filmset auf ihren Einsatz vor der Kamera. © Wolfgang Büld

Dafür wurde Wolfgang Büld zum zweiten Mal eingeflogen, um an der Seite der anderen Macher des ersten „Manta, Manta“-Films für die Fortsetzung eine witzige Szene zu spielen. „Ich bin gespannt, ob das Gedrehte dann im fertigen Film drin ist. Denn bei alledem, was Til sonst so dafür gedreht hat, ist die Auswahl für die finale Schnittfassung schon schwer genug“, erklärt Büld. Es werde ein Film für die Fans des ersten Teils, und daran würde laut Büld kein Zweifel bestehen. Dürfen sich die Fans dann auch auf ein Finale mit einem Rennen freuen? Wolfgang Büld weiß es, aber möchte darauf nicht genauer eingehen. Wohl aber verrät er, dass das Finale im Film als echtes Spektakel daher kommen wird. Das soll ganz zum Schluss gedreht werden und mit einem Großaufgebot von Komparsen aufwarten können. 

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