Lüdenscheider soll für Pferdekopf zahlen

Mann verschiebt 800 Spam-Mails ungelesen in den Papierkorb - eine war wichtig

Immer Ärger mit Spam: Ein Mann aus Lüdenscheid verschob mit einem Mal alle seine Spam-Mails in den Papierkorb-Ordner. Wochen später weiß er jetzt: Eine war wichtig. Er soll nun für einen Pferdekopf zahlen, den er gar nicht bestellt hat.

Den Spam-Fall aus Lüdenscheid machte jetzt die Polizei im Märkischen Kreis bekannt - auch um auf die Folgen hinzuweisen, wenn die persönlichen Daten in die Hände von Betrügern geraten. Was war passiert?

StadtLüdenscheid
LandkreisMärkischer Kreis
Einwohnerzahl72.313 (Stand: 31.12.2019)

Ein Mann aus Lüdenscheid (55) erhielt eine Flut von Spam-Mails. Als er am 14. Juli dieses Jahres mit einem Mal seine gesamten - rund 800 Spam-Mails - in den Papierkorb-Ordner des E-Mail-Programms verschob, machte er sich natürlich nicht die Mühe, jede einzelne Nachricht zu überprüfen.

Ärger wegen Mail im Spam-Ordner: Mann soll für Pferdekopf zahlen

Rund zwei Wochen später erhielt der 55-Jährige aus Lüdenscheid eine Rechnung von einem ihm unbekannten Unternehmen. Er habe ein großformatiges Bild eines Pferdekopfes bestellt, hieß es darin. Der Rechnungsbetrag: Mehr als 100 Euro.

Der Mann konnte sich allerdings nicht erinnern, jemals ein Pferdebild bestellt zu haben und checkte noch einmal den Papierkorb-Ordner in seinem Mail-Programm. Tatsächlich waren die Spam-Mails dort noch aufzufinden. Bei der Suche fand er eine E-Mail mit einer Bestellbestätigung für ein Pferdekopf-Bild.

Ärger wegen Spam-Mails: Polizei vermutet Datendiebstahl

Der 55-Jährige erstattete Anzeige wegen Betrugs bei der Polizei. Die Polizei geht davon aus, dass die Daten des Mannes abgegriffen wurden, um im fremden Namen Waren zu bestellen. Sie warnt, sorgsam mit der Preisgabe von persönlichen Daten im Internet zu sein und zum Beispiel Zugänge durch sichere Passwörter unbedingt abzusichern.

Immer wieder Betrug: Lotto-Inkasso, Amazon-Inkasso

Immer wieder wollen Betrüger an das Geld von unbescholtenen Bürgern. Zuletzt häuften sich Schreiben von vermeintlichen Inkassofirmen, die wahlweise Lotto-Schulden (Lotto-Inkasso), Schulden bei Amazon oder bei Ebay geltend machen. Dabei hatten die Adressaten weder ein Lotto-Abo, noch etwas bei Amazon oder Ebay bestellt.

Forderungen von Inkassounternehmen sollten immer ernst genommen, aber auch ernsthaft geprüft werden, rät die Polizei im MK. Beim Verdacht, dass es sich um Betrug handelt, können Betroffene Hilfe bei der Verbraucherberatung finden. Bestätigt sich die Vermutung sollte unbedingt Anzeige bei der Polizei erstattet werden. Nicht um einen Pferdekopf, sondern um einen Pferdeschweif geht es in einem anderen aktuellen Fall aus Lüdenscheid.

Rubriklistenbild: © Sina Schuldt/dpa

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