Polizei ist für Opfer da

Mann schickt anzügliches Foto - Frau wehrt sich mit Anzeige

soziale Medien
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Anzügliche Bilder verschicken? Keine gute Idee.

Eine junge Frau bekommt ein anzügliches Foto von einem Mann geschickt und wehrt sich. Die Polizei hat Tipps für Opfer.

Halver – Ein Penis-Bild hatte am Wochenende eine Anzeige zur Folge. Eine 25-jährige Frau aus Halver hat von einem Unbekannten ein Foto von seinem Geschlechtsteil über Instagram zugeschickt bekommen – und das ungefragt. Daraufhin erstattet die junge Frau eine Strafanzeige wegen sexueller Belästigung bei der Polizei.

Im Kreisgebiet werden immer wieder vereinzelt Anzeigen erstattet, teilt die Polizei in diesem Zusammenhang mit. „Sexuelle Belästigung im Internet ist strafbar.“ Das unaufgeforderte Verbreiten von Penis-Bildern (sogenannte Dickpics) gehört zur Verbreitung pornografischer Schriften und wird mit Geldstrafe oder bis zu einem Jahr Freiheitsstrafe bestraft.

Sexuelle Belästigung und kein „Sexting“

Das Verschicken solcher Bilder hat mit „Sexting“ nichts zu tun. Hierbei geht es den Männern vor allem um die Ausübung von Macht. „Für Frauen sind solche Nachrichten vor allem eines: nervig und bisweilen ekelerregend“, teilt die Polizei weiter mit.

Betroffene Frauen können bei der Polizei Strafanzeige erstatten. Dann ist es wichtig, die Nachrichten, das Profil und/oder die Handynummer des Übersenders zum Beispiel per Screenshot zu sichern. „Antworten Sie niemals auf die Nachrichten und schicken Sie die Bilder auf keinen Fall weiter“, appellieren die Beamten. „Sie könnten sich sonst selbst strafbar machen.“ Das Profil des Täters zu blockieren und an den Betreiber des Netzwerks zu melden, können ergänzende Maßnahmen sein.

Auch Kinder oder Jugendliche können von solchen Vorfällen betroffen sein, weiß die Polizei. Den Eltern empfiehlt die Polizei Folgendes:

  • Bereiten Sie Ihr Kind auf jugendgefährdende Inhalte wie Gewalt, Pornografie oder Rassismus vor.
  • Vereinbaren Sie mit Ihrem Kind, solche Seiten sofort wegzuklicken.
  • Seien Sie Vorbild und helfen Sie Ihrem Kind, sich gefahrlos im Internet zu bewegen.
  • Vermitteln und vereinbaren Sie Sicherheitsregeln für den Internetkonsum.

Hilfsangebote für betroffene Frauen

Hilfsangebote für betroffene Frauen sexueller Gewalt bietet zum Beispiel das Hilfetelefon des Bundesamtes für Familie unter Tel. 08000 116 016 oder die kriminalpräventiven Fachdienststellen der örtlich zuständigen Kreispolizeibehörden. Im Märkischen Kreis ist das das Kommissariat Vorbeugung mit Sitz in Hemer. Es ist unter Tel. 0 23 72/90 99-55 15 oder -55 10 zu erreichen.

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