Hintergründe noch unklar

Hinterhof-Schießerei in Lüdenscheid: Verletzter

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Staatsanwaltschaft und Mordkommission nahmen noch in der Nacht von Samstag auf Sonntag die Ermittlungen auf.

[Update] Lüdenscheid - Für großes Aufsehen unter den Nachbarn sorgte am Samstagabend gegen 21 Uhr ein Polizeieinsatz an der Wehberger Straße. Dort waren zuvor Schüsse gefallen.

Als die erste Streifenwagenbesatzung eintraf, fanden die Beamten dort laut Polizeiangaben einen Mann vor, der offensichtlich zwei Einschüsse im Oberschenkel hatte. Zwei bislang unbekannte Täter hatten in einem Hinterhof drei Schüsse mit einer kleinkalibrigen Waffe auf den Mann abgegeben, wovon zwei trafen und den Mann verletzten. Er wurde nach notärztlicher Erstversorgung vor Ort mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht.

Zeugen hatten beobachtet, wie die zwei Täter zu einem geparkten Fahrzeug mit Bergheimer Kennzeichen flüchteten, zunächst das Kennzeichen abnahmen und dann davon fuhren. Eine sofort eingeleitete Ringfahndung blieb erfolglos.

Die Kripo schaltete Staatsanwaltschaft und Mordkommission ein, die noch in der Nacht ihre Ermittlungen aufnahmen. Die Kriminaltechnische Untersuchungsstelle des Polizeipräsidiums Hagen sicherte vor Ort die Patronenhülsen und weitere Beweise.

Schießerei in Lüdenscheid

Die Hintergründe der Tat waren, so Oberstaatsanwalt Wolfgang Rahmer, auch am Pfingstmontag noch völlig unklar. Man vernehme das Opfer, um an mögliche Hinweise zu gelangen. Zudem sucht die Staatsanwaltschaft weiterhin nach Zeugen des Vorfalls. Einem Nachbarn war beispielsweise aufgefallen, dass das Bergheimer Fahrzeug die Wehberger Straße entlang fuhr – und das teilweise im Rückwärtsgang. Der Anwohner hatte den Eindruck, die Insassen des Autos suchten eine Adresse. - van de Wall

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