Manfred Siebald singt bei den Gemeindetagen

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Prof. Dr. Manfred Siebald ist eigentlich Professor für Amerikanistik, aber als Liedermacher ist er vielen Christen seit Jahrzehnten ein Begriff.

Lüdenscheid - Es ist üblich bei den Gemeindetagen unter dem Wort in der Christuskirche, dass keiner der vier Abende ist wie der andere. Denn zu unterschiedlich sind die Gäste, ist das, was sie zu erzählen haben. Am Freitagabend stand nun viel weniger das gesprochene als das gesungene Wort im Mittelpunkt. Manfred Siebald, seit Jahrzehnten als christlicher Liedermacher bekannt und erfolgreich, gestaltete einen Konzertabend in der Lüdenscheider Christuskirche. Auch zu diesem Abend waren wieder einige Hundert Menschen gekommen, um zu hören und um mitzusingen.

Aber es wären nicht die Gemeindetage, wenn es nicht auch diesmal darum gegangen wäre, wie Christen glauben, dass das Leben mit Gott und Jesus reicher wird. Dafür ließ Manfred Seibald nicht nur seine Liedtexte sprechen. In seinen Moderationen hatte er manches persönliche Wort über den Glauben parat und er las auch eine humorvolle Kurzgeschichte aus seiner eigenen Feder vor, in der er mit vielen gutgemeinten Ratschlägen ins Gericht ging, die doch zu nichts führen, wenn es einem nicht gut geht.

In seinen Liedern sang Seibald davon, wie wichtig Gottes Einfluss und seine Begleitung für ihn. Es erklangen Klassiker wie „Es geht ohne Gott in die Dunkelheit“, das von einem lautstarken Chor aus dem Publikum begleitet wurde, und auch so manche Zeile, die nachdenklich stimmte. In „Land ohne Lächeln ohne Gruß ... Land ohne Glauben, ohne Gebet“ ließ Siebald einen jungen Afrikaner, der in Deutschland studiert, seine Gedanken über das Land in einem Brief an seine Familie beschreiben.

In „Nele“ sang Seibald von einer Frau, die nachts schwer arbeitet und tagsüber ihren demenzkranken Vater pflegt. Der Sänger fragte an anderer Stelle auch „Wo warst Du, Gott?“ – und kam für sich zu dem Schluss, dass er immer dabei ist. - Von Bettina Görlitzer

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