Mammutbaustelle wird kleiner

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Im August soll die jetzige Kanalbaustelle verschwinden, im September folgt Bauabschnitt II weiter Richtung Innenstadt. -

LÜDENSCHEID ▪ Aufatmen werden zahlreiche Kraftfahrer, wenn die – auch zeitliche – Mammutbaustelle Altenaer Straße/Brüderstraße/Lennestraße im August endlich verschwindet. Doch ganz vorbei ist der Spuk damit nicht: Denn ab September rücken erneut Arbeiter für den zweiten Bauabschnitt weiter Richtung Innenstadt an.

„Der Bereich ab Schöneborn bis zur Wiesenstraße ist aber längst nicht so aufwendig wie der jetzige im problematischen Kreuzungsbereich“, erklärte Josef Lorkowski, Technischer Vorstand Stadtentwässerungsbetrieb Lüdenscheid (SEL), auf Anfrage der LN. Aber Verkehrsbehinderungen seien natürlich leider nicht zu vermeiden, da die Kanalarbeiten abschnittsweise jeweils eine Fahrspurbreite benötigen.

Wegen der mehr als halbjährigen Verzögerung (ursprünglich sollten die jetzt laufenden Arbeiten zwischen Lennestraße und Schöneborn Ende 2011 abgeschlossen sein) sei die Zeitplanung für Bauabschnitt II neu aufgelegt worden, sagte Lorkowski. Zunächst sollte der Bereich zwischen Schöneborn und Wiesenstraße „in einem Rutsch“ erledigt werden. Da die Kanalverlegung dort jetzt aber erst in der zweiten Jahreshälfte beginnt, wird Bauabschnitt II zweigeteilt. Das erste Teilstück soll von September bis Dezember fertiggestellt werden, das zweite dann von Frühjahr bis Winter 2013. Und der Bauabschnitt III zwischen Wiesenstraße und Thünenstraße wird Autofahrern 2014 erneut eine Baustellen-Altenaer-Straße bescheren.

Kleiner Hoffnungsschimmer: Der alte Kanalbestand zwischen Schöneborn und Wiesenstraße sei hydraulisch ausreichend, so dass keine 1,20-Meter-Durchmesser-Kanalrohre aufwendig neu verlegt werden müssen sie im ersten Bereich (Lennestraße bis Schöneborn). Im Bauabschnitt II reiche eine Sanierung in geschlossener Bauweise aus (es werden lediglich Kopflöcher aufgemacht, zwischen denen die Sanierung unterirdisch läuft). „Dies erfordert einen geringeren Zeitbedarf und wirkt sich weitaus weniger störend im fließenden Verkehr aus“, sagte Lorkowski.

Allerdings müsse die Stadtauswärts-Fahrbahn zur Verlegung eines kleinen Drainagekanals doch aufgerissen werden. Er werde parallel zum bestehenden Kanal verlegt und nehme das Regenwasser aus der Böschung der neuen Bahnhofsallee (vormals Zum weißen Pferd) auf. Dies werde dann dem Rahmedebach zugeführt. Diese Maßnahme sei aufgrund der Erschließung des Bahnhofsgeländes notwendig.

Über den genauen Zeitplan und die Verkehrsführung werde der SEL zeitnah informieren.

Wie berichtet, ist es zu der erheblichen Verzögerung gekommen, weil zum einen ein Glasfaserpaket der Telekom etwa zweieinhalb Meter neben dem Planeintrag und damit dem Kanal im Weg lag. Die Umlegung dieser Kabel habe allein mehr als drei Monate gedauert. Dadurch sei man dann in die Winterzeit geraten und zudem seien weitere unerwartete Versorgungsleitungen im Trassenbereich gefunden worden, die deutlich aufwendigere und zeitintensivere Maßnahmen mit sich gebracht hätten, sagte Lorkowski. Alles in allem seien die Kosten für den Bauabschnitt I dadurch um 200 000 Euro teurer geworden und lägen jetzt bei rund 1,2 Millionen Euro. - wok

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