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Mammutbaustelle im MK: 18.000 Quadratmeter Straßenfläche werden erneuert

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Von: Olaf Moos

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Verkehrsstau und baustellenschilder
Die Einmündung Wahrder Weg in die B229: Der Wahrdeabstieg ist wegen laufender Kanalbauarbeiten der Enervie schon jetzt ein Nadelöhr und mit Baustellenampeln bestückt. © Olaf Moos

Eine wichtige Verbindungsstraße zwischen Lüdenscheid-Brügge und Halver wird für die nächsten Monate zur Großbaustelle.

Lüdenscheid - Vor einem Monat hat der Landesbetrieb Straßen.NRW den Auftrag ausgeschrieben, derzeit prüfen die Fachleute die Angebote der Baufirmen. Wann genau es losgeht mit der Fahrbahnsanierung der Bundesstraße 229 zwischen Brügge und Ostendorf, ist noch unklar. Sicher aber ist: Es wird eine Mammutbaustelle. Der sogenannte Wahrdeabstieg soll komplett abgefräst werden und eine neue Decke bekommen.

Wie der Sprecher von Straßen.NRW, Andreas Berg von der Niederlassung Hagen, bestätigt, werden für die gesamte Maßnahme derzeit 149 Werktage plus Unterbrechungen eingeplant – unvorhersehbare Verzögerungen nicht eingerechnet. Das entspricht einer Dauer von mindestens 30 Wochen, also deutlich mehr als einem halben Jahr. Etwa 180 000 Quadratmeter Straßenfläche zwischen der Einmündung der B229 auf die Volmestraße (B54) und dem Abzweig zum Eugen-Schmalenbach-Berufskolleg stehen auf dem Auftragszettel.

Mit dem Abfräsen und Aufbringen einer neuen Decke samt darunter liegender Binderschicht ist es aber nicht getan. Denn auf dem Programm stehen laut Andreas Berg auf einem Teilstück der Bau eines neuen Kanals sowie die Anlage eines Gehwegs.

Von unten nach oben: Der erste Bauabschnitt umfasst das Teilstück zwischen der Einmündung auf die Volmestraße und die Brücke über die Bahnlinie. Es folgen in zwei Abschnitten Kanal- und Gehwegarbeiten an Kirche und Kindergarten vorbei. Die vierte Phase ist für die Herstellung einer neuen Decke vorgesehen, in 130-Meter-Schritten mit jeweiliger Vollsperrung – durch die Serpentine bis zur Einmündung Wahrder Weg und anschließend die Distanz bis auf die Kuppe am Abzweig Ostendorf.

Auf die Anlieger des Wahrder Wegs, der Straße Am Hohberg, der Ostendorfstraße, der Halver Straße und der Verbindung am Kamp kommen Monate voller Verkehrsbehinderungen zu. Wie Straßen.NRW-Sprecher Andreas Berg sagt, sollen die Anwohner jedoch, „so lange es der Baufortschritt zulässt“, Durchfahrtmöglichkeiten bekommen. Sollte zeitweise tatsächlich alles dicht gemacht werden müssen, werde die Baufirma die Betroffenen rechtzeitig vorher per Post informieren.

Wann der Startschuss für die Maßnahme fällt, hängt nicht nur von der Geschwindigkeit der Angebotsprüfung und der Auftragsvergabe ab, sondern von einem anderen großen Bauprojekt: der Kanalbaustelle in der Heerstraße zwischen Oberbrügge und Halver. Denn wenn der Wahrdeabstieg im Bau ist, muss der Verkehr nach Halver und zurück ins Volmetal komplett über die Heerstraße umgeleitet werden.

Doch die Baufirma, die dort seit Monaten mit einer Bachverrohrung beschäftigt ist, hat gegenüber ihrem Auftraggeber, der Stadt Halver, Verzögerungen angemeldet. Das hat unter anderem mit Schlechtwetterphasen und einem schweren Arbeitsunfall zu tun. Hubert Kowalski von der Halveraner Siedlungs-Wasserwirtschaft sagt dazu: „Die Firma wird ihren zeitlichen Spielraum voll ausnutzen müssen.“

Aller Voraussicht nach wird der Baubeginn am Wahrdeabstieg erst mitten in den Sommerferien erfolgen. Einen Vorteil hat das für die Umleitungspläne: Die Maßnahme beginnt in der erfahrungsgemäß verkehrsärmeren Urlaubszeit.

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