Lüdenscheider Szene trauert: Künstler Anthony Canham ist tot

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Der Maler Anthony Canham starb in Hildesheim.

Lüdenscheid - In Hildesheim ist der Maler und Zeichner Anthony Canham verstorben. Der 1941 im englischen Epsom geborene „Tony“ war mit Lüdenscheid eng verbunden, nicht nur weil er eine Lüdenscheiderin geheiratet hatte.

Von 1969 bis 1988 wohnte er in der Bergstadt und war ein wichtiger Beweger in der damaligen Lüdenscheider Kunstszene, bis er aus beruflichen Gründen nach Hildesheim zog.

Canham hinterlässt ein beachtliches künstlerisches Werk jenseits aller modischen Trends und dennoch nicht aus der Zeit gefallen. Zahlreiche Anregungen, Zeitgenössisches wie Kunsthistorisches, nahm er auf, zitierte Manches und verarbeitete, was ihn bewegte, zu einer unverkennbar eigenen Bildwelt. Trotz aller Anerkennung seiner zeichnerischen Arbeiten fühlte sich Tony Canham eigentlich als Maler, wie er immer wieder betonte.

Auch als Maler gelang ihm bis in die letzten Wochen Bemerkenswertes in einer differenzierten, zurückhaltenden Farbigkeit. Seine Arbeiten wurden mit der Zeit abstrakter. Auch mit dem Medium der Fotografie setzte sich Canham auseinander. So entstanden 1983 Fotocollagen als „Störfaktoren“, mit denen der Künstler städtebauliche Situationen in Lüdenscheid karikierte. Sie gehören als Dauerleihgaben der Kunststiftung Lüdenscheid heute zum Bestand der Galerie.

Seine Lüdenscheider Freunde und Bekannte trauern um Tony Canham zusammen mit seinen Angehörigen, insbesondere seiner Frau und seinem Sohn.

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