Majoress begrüßt Wahl der neues Präses Kurschus

Superintendent Klaus Majoress.

LÜDENSCHEID ▪ Froh über die Wahl der Siegener Superintendentin Annette Kurschus zur neuen Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen zeigte sich heute Superintendent Klaus Majoress in Bielefeld. Mit vier weiteren stimmberechtigten Delegierten aus dem heimischen Kirchenkreis nimmt Majoress seit Montag an der Landessynode teil, in deren Mittelpunkt eindeutig die mit Spannung erwartete Wahl der Nachfolgerin von Präses Alfred Buß stand.

„Mit Annette Kurschus bekommen wir eine Präses, die sehr von den Grundsätzen unseres Glaubens her argumentiert – im Stil der Frömmigkeit, die auch wir praktizieren“, erklärte Majoress auf telefonische Anfrage der LN direkt von der Landessynode.

Auch dass mit der 48-jährigen Theologin eine Frau an der Spitze der Evangelischen Kirche von Westfalen steht, begrüße er sehr: „Das ist für unsere Kirche ein gutes Zeichen, weil es den Tenor noch verstärkt, die Gleichberechtigung von Mann und Frau zu einer Selbstverständlichkeit zu machen.“ Das gelinge auch in vielen heimischen Gemeinden zunehmend, allerdings seien auch zahlreiche Presbyterien noch nicht gleichberechtigt besetzt. „Das muss auch bei uns überall ins Bewusstsein“, sagte Majoress.

Annette Kurschus, die sich in geheimer Wahl mit 143:27 Stimmen sehr klar gegen ihre Mitbewerberin Angelika Weigt-Blätgen aus Soest durchsetzen konnte, will erklärtermaßen mehr Frauen für leitende Ämter in der Kirche gewinnen. Zu stärken sei zudem die Orientierung an der Basis, also an den Gemeinden. Dort sollten laut Kurschus in Zukunft Ehrenamtliche mehr Aufgaben von Pfarrern übernehmen, um die Geistlichen zu entlasten. Die neue Präses Kurschus ist eine Siegerländerin durch und durch: Sie wuchs in Siegen auf, war Gemeindepfarrerin in Siegen-Weidenau und leitet seit 2005 den Kirchenkreis Siegen.

Ihr Lüdenscheider Amtsbruder Klaus Majoress stellte in Bielefeld unterdessen noch etwas fest: Der 54-Jährige ist nach fünfzehneinhalb Jahren im Amt, davon zunächst fast fünf in Plettenberg, inzwischen der dienstälteste Superintendent der Landeskirche. Im Kirchenkreis Lüdenscheid-Plettenberg steht er im nächsten Jahr auch selbst wieder zur Wahl.

Die traditionell einwöchige Landessynode in Bielefeld läuft unterdessen weiter, um nach der Wahl weitere Themen zu diskutieren. Die Synode endet am Freitag.

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