Publikum lacht über Frank Fischer 

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Frank Fischer begeisterte im Kulturhaus sein Publikum.

Lüdenscheid - Dieser Mann ist definitiv auf dem Weg in Richtung Siegertreppchen: Am Freitagabend stellte der Mainzer Kabarettist Frank Fischer im Wettstreit um die „Lüdenscheider Lüsterklemme“ sein Programm „Gewöhnlich sein kann jeder“ in der Garderobenhalle des Kulturhauses vor.

Kommentar einer Besucherin in der Pause: „Ich brauche nichts zu trinken, ich komm ja vor lauter Lachen gar nicht dazu.“ Wie auch, bei all den guten Ratschlägen, die Fischer – nach eigenem Bekunden nicht der Bruder von Helene – so parat hat, um im gewöhnlichen Alltag mal abzuheben.

Als Kahlköpfiger mal zum Italiener gehen, sich die Spaghetti über den Kopf schütten und schreien: „Endlich wieder Haare!“ Oder im Aufzug alle Knöpfe drücken, bevor man wieder aussteigt und sagt: „Ach, ich arbeite hier ja gar nicht!“ Bei Mercedes mal ganz locker nach ‘nem Opel Astra fragen oder dem Media-Markt-Verkäufer auf die Schulter tippen und fragen: „Kann ich Ihnen helfen?“

Im Stakkato feuert der Comedian seine wohlmeinenden Ratschläge ab. Und das gut 150-köpfige Publikum kommt aus dem Lachen nicht mehr heraus – „manchmal will halt der innere Kinski aus Dir heraus“.

Fischer geht mit offenen Augen und Ohren durch die Welt. Wo sonst, als in der Deutschen Bahn beobachtet er die Menschen, notiert ihre Marotten, ihre Handy-Gewohnheiten, ihr Essverhalten, die Leoparden-Leggins – „Schinken im Kunstdarm“.

Nach der Pause geht der Mainzer auf die Fernsehwerbung los. Der Saugkraftverlust von Mr. Dyson, der Seitenbacher-Müslimann, Deutschlands dümmste Auswanderer, Germanys Next Top-Model – „Heidi Klum ist der Oskar Matzerath der Fernsehunterhaltung“.

Viel zu schnell sind zwei Stunden vorbei. Klatschen und wieder auf die Bühne kommen ist nicht sein Ding. So bleibt er gleich da, gibt zwei Zugaben und am Ende Autogramme.

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