Pandemie-Update

Strenge Regeln: Märkische Kliniken bereiten sich auf neue Coronawelle vor

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Die Märkischen Kliniken bereiten sich auf ein Ansteigen der Zahlen von Covid-19-Erkrankten vor.

Lüdenscheid/Märkischer Kreis – Die Märkischen Kliniken bereiten sich in Absprache mit dem Gesundheitsamt des Märkischen Kreises auf ein neues Ansteigen der Zahlen von Covid-19-Erkrankten vor. Dies geht aus dem veröffentlichten Pandemie-Update des Klinikums hervor.

Darin berichtet Geschäftsführer Dr. Thorsten Kehe zunächst, dass nun wieder zwei Erkrankte im Klinikum behandelt werden – der eine auf der Isolier- und der andere auf der Intensivstation. Aufgrund der aktuellen epidemischen Lage im Märkischen Kreis habe das Gesundheitsamt die erneute Anpassung der Maßnahmen zum Infektionsschutz angeordnet.

Hierzu zählen folgende Maßnahmen: Intensivierung der Tests bei symptomatischen Verdachtsfällen (Erhöhung der Abstriche je Patient von 1 auf 2 Abstriche), Anpassung der Bettenkapazitäten am Standort Lüdenscheid, Einrichtung von zusätzlichen Isolierbetten am Standort Werdohl, Station 1.6 als Isolierstation.

Zentrale Aufnahmestation nur zur Isolierung der Corona-Verdachtsfälle

Seit Montag wird die Zentrale Aufnahmestation (ZAS), angesiedelt neben der Notaufnahme, ausschließlich zur Isolierung der Covid-19 Verdachtsfälle genutzt. Die ZAS steht damit für die nächtliche Aufnahme anderer Fälle ab sofort nicht mehr zur Verfügung. Die sogenannte Chest-Pain-Unit (eine Diagnostik- und Therapieeinheit zur Versorgung von Patienten mit akuten Brustschmerzen) wird seit auf der Station 5.3 geführt.

Die Station 1.6 steht nur noch für die Isolierung von nachgewiesenen Covid-19-Fällen und Verdachtsfällen zur Verfügung. Sie dient damit auch als Reservekapazität für Covid-Verdachtsfälle, falls die Kapazität der ZAS erschöpft ist.

Covid-Verdachtsfälle: So verfährt das Klinikum

Für Covid-Verdachtsfälle auf der ZAS und gegebenenfalls auf der Station 1.6 wird folgende Vorgehensweise festgelegt: Sofortige Isolierung, Testung auf Covid-19 und Dokumentation. Bei positivem Ergebnis erfolgt eine umgehende Verlegung auf die Station 1.6 in den Isolationsbereich über den Aufzug 5. Bei negativem Ergebnis erfolgt ein erneuter Abstrich am nächsten Morgen auf der ZAS und Verlegung auf Normalstation unter Einhaltung der bekannten Sicherheitsmaßnahmen bis zum Vorliegen des zweiten negativen Testergebnisses.

Zum Ausgleich für die Betten, die für die Isolierung von Covid-Verdachtsfällen reserviert werden, müssen die Kapazitäten auf den Normalstationen laut Dr. Kehe angepasst werden. Es stehen damit zehn Betten weniger für den Normalbetrieb zur Verfügung. Für Anrufer im Klinikum, die von Reisen zurückkehren und einen Corona-Test benötigen, habe das Gesundheitsamt festgelegt, dass die Tests in erster Linie durch den betreuenden Hausarzt oder dessen Vertreter durchgeführt werden.

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