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Geld aus dem MK für finanzielle Unabhängigkeit: 36 000 Euro für ein Damen-Trio

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Justyna Janetzek ida gerhardi preis
Justyna Janetzek gewann den Ida-Gerhardi-Preis und das Stipendium der MKK. © Cornelius Popovici

12 000 Euro, um ein Jahr lang ein Stückweit finanziell unabhängig der eigenen Kunst nachzugehen - das ist der Sinn des Stipendiums der Märkischen Kulturkonferenz. Dreimal gibt es jährlich diese Summe: für Musik, bildende Kunst und Literatur.

Lüdenscheid - Dabei zählt das MKK-Stipendium mit 12 000 Euro zu einem der höchstdotierten Künstlerstipendien des Landes. Dies ist dem Verein und seinen Mitgliedern, vielen privaten Förderern, dem Märkischen Kreis, dem Arbeitgeberverband Lüdenscheid und dem Märkischen Arbeitgeberverband zu verdanken, wie Ulrich Frenschkowski, Vorsitzender der MKK, bei der Verleihung der MKK-Stipendien auf Gut Rödinghausen bei Menden feststellte. Zugegen bei der Preisverleihung waren auch Landrat Marco Voge und Dr. Roland Schröder, Bürgermeister der Stadt Menden.

Zum zweiten Mal in Folge wurden die Stipendien wieder „live“ auf Gut Rödinghausen vergeben. Im Jahr 2020 musste die persönliche Übergabe coronabedingt abgesagt werden. Überreicht wurden die Stipendien an Justyna Janetzek (Bildende Kunst/Plastik im kleinen Format), Slata Roschal (Literatur) und Luise Raum (Musik/Oboe).

Luise Raum erhält das Stipendium der Märkischen Kulturkonferenz.
Luise Raum erhielt das Stipendium für Literatur. © Krumm

„Justyna Janetzek hat für Gut Rödinghausen eine Skulptur geschaffen, die mittels ihrer raumübergreifenden Linien zwei Stockwerke durchdringt. Ein Glasfenster im Boden zwischen Erd- und Zwischengeschoss durchschreitend, erkundet die dreiteilige Plastik ,transitional connector, 2022’ den vorgefundenen Ort. Ihre Arbeiten reagieren auf vorhandene Raumsituationen und durchwandern diese. Elemente aus Vierkantstahl in verschiedener Länge und Lackierung werden mithilfe eines Stecksystems und über statisch komplizierte Magnetverbindungen in einer Weise zusammengefügt, die das Material filigran und flexibel erscheinen lassen“, hieß es zur Begründung der Stipendiumsübergabe an Justyna Janetzek, die in einer Laudatio von Jutta Törnig-Struck gewürdigt wurde.

12 000 Euro für die Schriftstellerin Slata Roschal

Die Schriftstellerin Slata Roschal erhielt das Stipendium für ihren Roman „153 Formen des Nichtseins“. „153 Miniaturen verschiedener Textsorten fügen sich gleichwohl zu einem Roman zusammen, der uns den Lebensweg einer jungen Protagonistin im zeitgenössischen Deutschland nahebringt“, heißt es in der Begründung der Jury.

Die Musikerin Luise Raum überzeugt die Jury „mit ihrem ausdrucksstarken Spiel und ihrem souveränen Auftritt. Kurzweilig moderierte sie ihr Programm, bei dem sie mit großer Leichtigkeit und technisch sicher Werke aus drei Epochen darbot und farbenreich neben der Oboe auch die große Schwester, das Englischhorn zum Erklingen brachte. Alle Stipendiatinnen werden im kommenden Jahr im Märkischen Kreis anwesend sein, und ihre Werke vorstellen.

Die Abschlussausstellung der diesjährigen Stipendiatin für Bildende Kunst, Ines Spanier, wird am 2. Dezember um 19 Uhr in der Villa Wessel in Iserlohn eröffnet. Zur Eröffnung spricht Rouven Lotz, Direktor des Emil-Schumacher-Museums in Hagen.

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