Perfekte Dreiecksbeziehung: Poetry Slam für Teenager

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Marian Heuser arbeitet mit der Märkischen Kulturkonferenz zusammen.

Lüdenscheid - Den Anstoß gab Franziska Wilhelm. 2015 sicherte sich die junge Autorin das Stipendium der Märkischen Kulturkonferenz (MKK) für Literatur. Aber Franziska Wilhelm kann mehr als „nur“ schreiben. Sie ist Poetry Slammerin und überdies bekannt mit Marian Heuser, der in der Bergstadt die „World of Wordcraft“ installiert hat. Und damit war die Dreiecksbeziehung perfekt.

Was bereits bei der Vergabe der Stipendien für 2016 im Foyer der Museen der Stadt durchklang, hat inzwischen Gestalt angenommen. 2012 rief die MKK das Label „MKK-Jugend“ ins Leben und unternahm auf dem musikalischen Sektor den ersten Vorstoß, junge Talente zu fördern. Zwei Jahre später folgte „MKK-Jugend“ in Sachen Malerei, für dieses Jahr soll nun die Literatur besonders bedacht werden. „Und dann kam vom Kreiskulturausschuss der Hinweis, doch mal etwas Aktuelles zu machen, etwas, womit sich die Jugend beschäftigt“, so MKK-Geschäftsführerin Dr. Susanne Conzen. Und schnell war in Zusammenarbeit mit der aktuellen Literaturstipendiatin Franziska Wilhelm die Idee geboren, Poetry Slam in den Fokus zu rücken.

Diese Form der Literatur hat in der Bergstadt einen Namen: Marian Heuser. Der gebürtige Lüdenscheider und heute Münsteraner konnte sich sofort für die Idee erwärmen. Im vergangenen Dezember folgte der erste Workshop am Stenner-Gymnasium in Iserlohn. Eine 9. Klasse setzte sich dort mit „Poetry Slam“ auseinander. Heuser erklärte den Begriff, die Regeln und den Aufbau. Der Workshop brachte den Schülern Literatur auf eine kreative Weise näher, bis sie sich selbst ausprobierten und eigene Texte ihren Mitschülern vorstellten und immer mehr Spaß an dem Wettstreit fanden. Zwischendurch trug Heuser Texte aus der eigenen Feder vor.

Drei weitere Workshops, die die MKK mitfinanziert, werden folgen, zwei in Lüdenscheid und einer am Märkischen Gymnasium in Iserlohn. Abschluss der Workshopreihe wird in Zusammenarbeit mit der Märkischen Kulturkonferenz am 3. Juni ein MKK-Nachwuchs-Slam im Roten Saal des Kulturhauses sein, bei dem jeweils drei Workshopteilnehmer jeder Schule gegeneinander antreten. Conzen: „Wir von der MKK überlegen noch, ob und welche Preise wir zur Verfügung stellen, aber eine ,Feder’ soll’s für den Sieger auf jeden Fall geben. Das ist ja schließlich zum Markenzeichen des Poetry Slams in Lüdenscheid geworden.“

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