"Das ist für viele nur schwer zu verstehen"

Märkische Kliniken mahnen: "Besuchsverbot nicht umgehen"

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Die Märkischen Kliniken in Lüdenscheid warnen: Die Gefahr einer zweiten Welle sei noch nicht gebannt.

Lüdenscheid/Werdohl – Die Gefahr einer zweiten Welle, also eines Wiederanstiegs der Infektionszahlen, ist aus Sicht der Märkischen Kliniken noch nicht gebannt.

Aus diesem Anlass möchte die Klinikleitung noch einmal Patienten und Angehörige sensibilisieren, sich an das Besuchsverbot im Krankenhaus zu halten, heißt es in einer Pressemitteilung. „Das ist für viele nur schwer zu verstehen“, weiß auch Dagmar Keggenhoff, Pflegedirektorin der Märkischen Kliniken, denn die Infektionszahlen gehen zurück, und auch das gesellschaftliche Leben normalisiert sich. 

Keggenhoff: „Da in unseren beiden Kliniken Menschen mit einem geschwächten Gesundheitszustand behandelt werden, haben wir zum Schutz unserer Patienten, aber auch unserer Mitarbeiter entschieden, die bestehenden Schutzmaßnahmen zunächst beizubehalten.“ Ausnahmen seien nur in Absprache mit Medizin und Pflege möglich. 

Treffen vor dem Krankenhaus nicht geboten

Natürlich hätten alle Beteiligten großes Verständnis für den Wunsch auf Besuche bei den nächsten Angehörigen. Sollten diese medizinisch erforderlich sein, so erhalte jeder nach Absprache mit den Stationen einen personalisierten Zutrittsschein (Ausnahmeregelung). „Es ist nicht geboten, das Besuchsverbot zu umgehen und sich mit Angehörigen draußen vor dem Krankenhaus zu verabreden oder sogar mit dem Auto zeitweise wegzufahren“, betont Dagmar Keggenhoff. 

Treffen auf den Bänken des Klinikums im Außenbereich sollten ebenso unterbleiben. Auch Wäsche oder persönliche Gegenstände dürften nicht vor der Tür persönlich übergeben werden. Die Mitarbeiter der Zentrale nehmen Wäsche entgegen und organisieren wie bisher den Transport auf die Station. 

Dass sich die Situation im Märkischen Kreis so positiv entwickelt hat, sei sicher auch dem konsequenten Verhalten der Bevölkerung zu verdanken. „Wir möchten, dass dies so bleibt“, appelliert Keggenhoff an die Patienten und ihre Angehörigen. Die Vorbereitungen für eine weitere Lockerung des Besuchsverbots laufen.

Lesen Sie mehr zu den Entwicklungen des Coronavirus im MK in unserem News-Ticker.

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