Proben werden genetisch untersucht

Märkische Kliniken: Fallzahlen gehen zurück - Klinikum lässt auf Mutationen testen

Modernes Krankenhaus
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Die Zahl der Patienten mit Sars-CoV2-Nachweise im Klinikum Lüdenscheid ging seit Wochenbeginn von 63 auf 50 zurück.

„Nach langen und belastenden Wochen rasant steigender Infektionen gehen die Fallzahlen in den Märkischen Kliniken erstmals seit November 2020 wieder spürbar zurück. Dies betrifft sowohl unsere Patienten als auch unser Klinik-Personal“, schreibt der Krisenstab der Märkischen Kliniken im aktuellen Pandemie-Update von Donnerstag.

Lüdenscheid – Die Zahl der Patienten mit Sars-CoV2-Nachweise im Klinikum Lüdenscheid ging seit Wochenbeginn von 63 auf 50 zurück. Sechs Patienten werden noch auf der Intensivstation behandelt, 44 auf der Isolierstation. Gleichzeitig wurden 30 Mitarbeiter an den Standorten in Lüdenscheid und Werdohl aus der Quarantäne entlassen. Am Donnerstag waren noch 37 Beschäftigte mit dem Coronavirus infiziert (Montag: 51), zehn Mitarbeiter hatten eine Risikobegegnung und standen deshalb unter Quarantäne (Montag: 26).

StadtLüdenscheid
LandkreisMärkischer Kreis
Einwohnerzahl72.313 (Stand: 31.12.2019)

„Die strikten Maßnahmen aus Lockdown, Hygiene-Konzept sowie beginnender SchutzImpfung zeigen erste Wirkung“, heißt es aus dem Krisenstab. Mit Sorge blicken die Märkischen Kliniken auf das erstmalige Auftreten von verschiedenen Virus-Mutanten in Nordrhein-Westfalen. Als Reaktion darauf haben die Märkischen Kliniken in Absprache mit dem Gesundheitsamt des Märkischen Kreises verschiedene Proben an ein Speziallabor geschickt. „In diesen Proben wurden keinerlei Material von Mutanten nachgewiesen. Stand heute haben wir in den Märkischen Kliniken keine Fälle von Mutationen des Coronavirus und auch keine Verdachtsfälle“, schreiben Geschäftsleitung, ärztliche und pflegerische Direktion in ihrem Pandemie-Update.

Märkische Kliniken: Fallzahlen gehen zurück - Proben werden genetisch untersucht

Zum Schutz von Patienten und Klinikpersonal werden die Märkischen Kliniken ab der kommenden Woche nun fünf Prozent aller positiven Proben genetisch untersuchen lassen. „Ziel dieser Schutzmaßnahmen ist es, systematisch nach Corona-Mutationen zu suchen, um Mutanten des Virus aufzuspüren und ihre Verbreitung zu verhindern. Damit erfüllen wir zugleich das von der Bundesregierung gesteckte Ziel in der sogenannten Corona-Sequenzierung“, kommentiert der Krisenstab die Maßnahmen. Grundsätzlich sei das Risiko für ein Auftreten von Mutanten im Märkischen Kreis genauso hoch, wie an jedem anderen Punkt in Nordrhein-Westfalen oder in Deutschland.

Unterdessen laufen die Vorbereitungen für die Fortsetzung der Coronaschutzimpfung im Klinikum Lüdenscheid. Dort wurden bislang 360 ärztliche und pflegerische Beschäftigte der höchsten Risikogruppe geimpft, bevor die Impfaktion wegen ausbleibender Impfstofflieferung am 20. Januar unterbrochen werden musste. Nun werden die Impfungen am Montag, 1. Februar, wieder aufgenommen. Die Märkischen Kliniken erwarten dann Impfdosen für 180 Mitarbeiter: „Alle angemeldeten Mitarbeiter werden gemäß der dreistufigen Priorisierung geimpft. Eine neuerliche Anmeldung ist dazu nicht erforderlich.“ 

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