Mängel bei Notbeleuchtung: BSV-Pächter kündigt

Rolf Linnepe (l.) und Wolfgang Gaede (r.) mit dem nunmehr ehemaligen Pächter des Festzentrums, Christian Gnatowski.

LÜDENSCHEID ▪ Das „Festzentrum Hohe Steinert“ des Bürger-Schützen Vereins (BSV) steht ohne Pächter da: Christian Gnatowski (22) hat nach eigenen Angaben fristlos gekündigt. Als Grund nennt er Sicherheitsmängel, die einen geordneten Betrieb nicht mehr möglich gemacht hätten. Mehr möchte er dazu nicht sagen, „weil wir noch im schwebenden Rechtsverfahren sind“.

BSV-Chef Rolf Linnepe bestätigt die fristlose Kündigung, relativiert die Begründung aber aus seiner Sicht. „Die Notbeleuchtung im Festsaal war defekt.“ Schließlich sei das Gebäude auch schon ein paar Jahre alt. In dieser Woche habe man die Beleuchtung erneuert, jetzt sei alles wieder instand gesetzt. Allerdings habe der Gutachter noch zwei weitere Auflagen zum Thema Notbeleuchtung gemacht – hinsichtlich der Fluchtwege draußen und der Toilettenanlagen: „Da sind wir bei.“

Ganz wichtig ist Rolf Linnepe in dem Zusammenhang der Hinweis, dass bereits gebuchte Feiern auch durchgeführt werden könnten. Der Festsaal könne wieder betrieben werden, einen Caterer würde der Verein jederzeit besorgen, und auch Getränke gebe es natürlich. Wer eine Feier gebucht hat, möge sich deshalb bei Rolf Linnepe, Telefon 02 35 1/ 65 45 melden: „Da werden wir auf jeden Fall eine Lösung finden.“

Bei der Vorstellung des neuen Pächters Ende Juli 2011 waren alle Beteiligten noch hoffnungsfroh und stellten sich auf eine langfristige Zusammenarbeit ein. Gnatowski sprach davon, sich „auf zehn bis zwanzig Jahre“ binden zu wollen. Er investierte in neueste Technik und eine Bowlingbahn, reduzierte den Restaurant-Betrieb allerdings und arbeitete bei Veranstaltungen mit einem auswärtigen Caterer zusammen. „Wenn ich Schnitzel bei Vorstandssitzungen haben wollte, gab’s keine“, so Linnepe.

Das Konzept scheint nicht aufgegangen zu sein. Jedenfalls kündigte der Pächter zunächst zu Ende September und wollte laut Rolf Linnepe auch über eine andere Miete verhandeln. Kurz darauf folgte die fristlose Kündigung.

Im Moment, sagt der BSV-Chef mit Blick auf die Sommerpause, sei die Situation nicht allzu tragisch. Und man tue das, was in solchen Situationen getan werden müsse: „Jetzt begeben wir uns wieder auf die Suche.“ Erste Gespräche habe man bereits geführt.

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