Pilzbefall: Aus für mächtigen Rosengarten-Ahorn

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Björn Brauner setzte gestern die Säge an und stutzte nach und nach den mächtigen Ahorn am Eiscafé im Rosengarten.

Lüdenscheid - Das Knattern der Motorsäge begleitete am Mittwoch den gesamten Tag die Besucher des Eiscafes Rialto am Rosengarten. Björn Brauner vom gleichnamigen Garten- und Landschaftsbaubetrieb arbeitete sich fachmännisch von außen nach innen durch die dicken Äste des mächtigen Ahorns, dessen weit mehr als 100 Jahre nun gezählt sind.

Wie berichtet, muss der in die Bühne eingefasste Baum wegen Pilzbefalls gefällt werden. Damit kommt die Stadt, wie es vergangene Woche im Planungs- und Umweltausschuss hieß, ihrer Verkehrssicherungspflicht nach. Der Baum werde so weit gestutzt, bis die Bretter der Bühne wieder darüber gelegt werden können, sagte Björn Brauner. Eine Kappung des Baumes auf eine Höhe von sechs bis sieben Meter, wie von einigen Seiten vorgeschlagen worden war, bringe seines Erachtens nichts. In den Ästen sei zudem zum Teil keine Masse mehr vorhanden, sie seien teilweise hohl. Die Stadt hat für den gefällten Baum eine Ersatzpflanzung angekündigt.

Dennoch blieben immer wieder Passanten kopfschüttelnd stehen und kritisierten, dass ein dermaßen den Rosengarten prägender Baum nun vollkommen verschwindet. Es sei sehr schade um den Ahorn, meinten viele. Unter ihnen auch Horst Schneider, ehemaliger Leiter des Forstamtes und Mitglied des Umweltbeirates, dessen Mitglieder, wie berichtet, am Dienstag auch über die Baumfällungen in der Stadt diskutierten. „Man hätte vorher mehr für die Pflege des Baumes tun können und müssen. Er hätte zum Beispiel unten freigelegt werden müssen, anstatt ihn mit Brettern abzuschirmen. Eine grüne Insel nach der anderen verschwindet so aus der Stadt. Das ist schon traurig.“

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