GHV macht sich für historische Umkleide stark

Das denkmalgeschützte Umkleidegebäude.

LÜDENSCHEID ▪ Mit einer Erklärung hat sich der Geschichts- und Heimatverein (GHV) am Wochenende zu den Rettungsbemühungen um das historische Umkleidehaus an der Hotopstraße geäußert. In der Erklärung heißt es:

„Die Stadt Lüdenscheid sollte nach Ansicht des GHV ihre Haltung zur ehemaligen Umkleidekabine an der Hotopstraße noch einmal positiv überdenken. Das Gebäude wurde kürzlich durch eine Ministerentscheidung unter Denkmalschutz gestellt, was den GHV nicht überrascht hat. Es ist ortsteilprägend und eine Stück Zeitgeschichte im dortigen Wohnumfeld. Der Maler Röttenbach hat e die Initiative zur Rettung des Gebäudes ergriffen, indem er seine Handwerkerkollegen zur Instandsetzung aufgerufen hat. Der GHV unterstützt diesen Aufruf und dankt ihm, er wünscht der Initiative einen großen Erfolg.

Aber selbst nach eine erfolgten Renovierung muss die Stadt initiativ werden, um das Gebäude nicht weiter verfallen zu lassen. Die Suche nach einem möglichen Investor oder Nutzer sollte verstärkt wieder aufgenommen werden. Dabei sollte vor allem noch einmal überprüft werden, ob dort nicht doch eine Wohnbebauung möglich ist. Es ist unverständlich, warum rings um das alte Gebäude in großer Dichte Wohnhäuser stehen, das Gebäude selbst aber wegen des Bolzplatzes nicht bewohnt werden darf. Hier gilt es Ermessenspielräume auszuschöpfen. Auch war das Haus bis vor wenigen Jahren durchaus bewohnt (Hausmeisterwohnung). Ein weiterer Faktor sind die Kosten, die von der Stadt auf 550 000 Euro für die Instandsetzung geschätzt wurden. Sicher ist auch hier eine Reduzierung möglich, wenn etwas abgespeckt wird. Auch sollte nach potenziellen Mietern/Nutzern weiter und verstärkt Ausschau gehalten werden, z. B. kann man gezielt Vereine und Verbände ansprechen, bei Dienstleistern werben. Der Abriss ist die schlechteste Möglichkeit. Wie beim alten Pastorat an der Hochstraße und beim Bahnhof Brügge ist die ehemalige Umkleide durch städtisches Nichtstun verfallen und präsentiert sich heute in diesem jämmerlichen Zustand, der einen erheblichen Renovierungsaufwand bedeutet. Der GV setzt sich dafür ein, dass ortsprägende Gebäude, zumal wenn sie unter Denkmalschutz stehen, erhalten bleiben, damit sich die Bewohner in ihrem Viertel wiederfinden und darin wohlfühlen.“

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare