„mach was...“ setzt mit neuen Räumen neue Akzente

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Im ersten Raum des neuen „mach was...“ liegt bereits das Parkett – Christel Schulte freut sich auf die großzügigen hellen Räume, die trotzdem die Gemütlichkeit eines Dachbodens ausstrahlen.

Brügge - „Jedes Domizil war schön, aber dieses hier wird das schönste.“ Christel Schulte, pädagogische Leiterin des Kulturvereins „mach was...“, freut sich auf die neuen Vereinsräume, die derzeit in Brügge im Komplex der früheren Firma Gloerfeld Am Raffelnberg 3a entstehen. Wenn am 13. Januar die Schnupperwoche für das neue Kursprogramm beginnt, soll alles weitgehend fertig sein. Bis dahin ist aber noch viel zu tun.

Freie Tage hat sich Christel Schulte über Weihnachten und Jahreswechsel nicht gegönnt. Denn die Innenarbeiten, die der Verein selbst stemmt, werden soweit wie möglich in Eigenleistung erbracht. Dabei freut sich Christel Schulte über die Hilfe vieler Dozenten, Kursteilnehmer und Vereinsmitglieder. Ihr Dank gilt aber vor allem auch dem Eigentümer des Gebäudes, Ernst-Wilhelm Gloerfeld, der durch den Um- und Ausbau des Dachgeschosses die Voraussetzungen für zwei große Veranstaltungsräume inklusive Eingangsbereich und Nebenräumen geschaffen hat. Gleichzeitig wurde das Dach energetisch saniert und neue Fenster eingebaut. Auch einen neuen Zugang zur oberen Etage mit Treppe hat Gloerfeld bauen lassen.

Die neuen Räume sind groß undhell und zeichnen sich durch die Gemütlichkeit eines Dachgeschosses mit Spitzgiebel aus. Die Inneneinrichtung nebst Anstrich und Fußboden ist Sache des Vereins. Überall da, wo keine professionellen Handwerker benötigt werden, wird selbst Hand angelegt. Aktuell geht es unter anderem darum, die Dachbalken und die Wände zu streichen. Auch im neuen Ausbau wurde die Balkenstruktur aufgegriffen – das sorgt für Gemütlichkeit, ist Christel Schulte überzeugt. Für die Wände wird umweltfreundliche Lehmfarbe benutzt. Das Parkett wurde sorgfältig abgestimmt auf die Bedürfnisse der unterschiedlichen Kurse – nicht zu glatt für Kinder auf Strümpfen, aber auch nicht zu stumpf für die Tangotänzer.

Eine Galerie gibt es zwar nicht mehr, aber „Kunst wird weiterhin stattfinden“, verspricht Christel Schulte. Sie denkt da beispielsweise an Aktionen am Wochenende. Überhaupt böten sich die neuen Räume für Veranstaltungen an. Denkbar seien zum Beispiel Konzerte. Mit dem Thekenbereich, der im größeren Raum entsteht, seien auch Feiern möglich.

Für die Ausstattung und für die Finanzierung beispielsweise des Parketts ist der Verein auf Sach- und Geldspenden angewiesen. Bistrotische, Strahler für ein Erco-Schienensystem, oder ein professioneller Kaffeeautomat stehen unter anderem noch auf der Wunschliste. Auch nach einem Sponsor für einen Aufzug werde noch gesucht, sagt Christel Schulte, damit ein barrierefreier Zugang möglich ist. Denn gemeinsam mit dem Johannes-Busch-Haus soll auch die integrative Arbeit des Vereins fortgesetzt werden.

Vier Jahre haben die Verantwortlichen des „mach was...“ nach einem neuen Domizil gesucht, weil davon auszugehen war, dass die Räume an der Kronprinzenstraße nicht mehr langfristig zur Verfügung stehen würden. Eher zufällig wurde der Verein in Brügge fündig und war sich auch schnell mit Ernst-Wilhelm Gloerfeld einig. Christel Schulte hat sich dabei ganz nebenbei in den Lüdenscheider Ortsteil verliebt. „Ich finde es toll hier.“ Sie selbst hat eine Wohnung etwa 200 Meter entfernt vom neuen Vereinssitz bezogen. Die Lage in der Nähe der evangelischen Kirche und ganz nah an der Volmestraße sei für das „mach was..“ optimal. Viele Kursteilnehmer kämen aus Halver, Meinerzhagen oder dem Hagener Raum. Für die Teilnehmer überregionaler Fortbildungen ist der Bahnhof fußläufig zu erreichen. Aber auch viele Lüdenscheider hätten schon bekundet, dass sie die neue Lage gut finde. Gerade im Winter sei die enge und steile Kronprinzenstraße eher unangenehm gewesen.

Der Umzug des Vereins findet rechtzeitig zum 30-jährigen Bestehen statt, das Ende Januar ansteht und im Februar gefeiert werden soll. Nach der Luther- und der Kronprinzenstraße ist der Raffelnberg der dritte Standort des „mach was...“ – und Christel Schulte hofft, auf lange Sicht der letzte. - Von Bettina Görlitzer

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.mach-was-in-luedenscheid.de. Wer Sach- oder Geldspenden zur Verfügung stellen möchte, kann sich auch unter Tel. 0 23 51 / 98 39 83, oder per E-Mail an mach-was-ev @t-online.de melden.

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