Multimediale Ausstellung

Ausstellung "Weimar im Westen" ist in Lüdenscheid angekommen

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Dr. Eckhard Trox und Dr. Julia Paulus mit alter und neuer Kommunikationstechnik.

Lüdenscheid – Die Augen von Dr. Julia Paulus, wissenschaftliche Referentin beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe und Kuratorin der Ausstellung „Weimar im Westen“, leuchten, wenn sie von der Ausstellung erzählt, die am Sonntag um 11.30 Uhr in den Museen der Stadt eröffnet wird.

Vom 17. Februar bis 27. März zeigen das Museumsteam und der LWL die multimediale Ausstellung „Weimar im Westen“ über die erste Demokratie Deutschlands und ihre Geschichte in Rheinland und Westfalen-Lippe.

Bislang unbekannte Fotos und Filme stehen im Mittelpunkt der Schau, die erstmals einen umfassenden Blick auf „Weimar im Westen“ eröffnet. Ergänzt wird diese regionale Perspektive durch eine umfangreiche Einführung in die allgemeine Geschichte Deutschlands zwischen Kaiserreich und Nationalsozialismus mit ihren vielfachen Bezügen zum Rheinland und Westfalen-Lippe. Vier Würfel werden in den Ausstellungsräumen der Museen aufgebaut, ein jeder auf neun Quadratmetern, begehbar und ausgestattet mit modernster Technik.

Lüdenscheid ist die zweite Station

„Gewalt und Sicherheit“, „Gesellschaft und Gemeinschaft“, „Tradition und Moderne“ und „Kunst, Kultur, Stadt und Land“ sind die Themenkomplexe. Pro Kubus gibt es Platz für acht Besucher, die interaktiv an den Stationen stehen und jede Menge weiterer, die schon mal über die Schulter schauen können. Paulus: „Es gibt Oberthemen, durch Wischen am Bildschirm kommt man zu weiteren Themenkomplexen. Gegenüber wird auf einem Flachbildschirm eine Einführung in das Thema präsentiert.“

Nach der Eröffnung in Düsseldorf ist „Weimar im Westen“ an sieben weiteren Stationen zu sehen. „Lüdenscheid ist die zweite Station, und darüber freuen wir uns besonders“, so Museumsleiter Dr. Eckhard Trox. Allerdings: Eine historische Ausstellung lebe vom Objekt. Und um den Museumsbesucher die Zeit der „Republik der Gegensätze“ näherzubringen, wird „Weimar im Westen“ lokalgeschichtlich ergänzt – bis April mit Exponaten wie einer Telefonzelle, Kameras, Schreibmaschinen und sogar einem Reisegrammophon, ab April dann auch mit Porträts heimischer Industrieller samt ihrer Produkte, bestückt aus dem Museumsbestand.

Umfangreiches Begleitprogramm

Trox: „Das ist mit Blick auf die neue Dauerausstellung für uns auch eine gute Gelegenheit, mal zu sichten und zu sortieren, was wir im Bestand haben.“ Unter anderem werden den Besuchern Personen wie der Komponist Kurt Weill, der Regisseur Hans Müller, der Stadtbaurat Wilhelm Finkbeiner und Walther von Selve begegnen. 

Darüber hinaus steht ein umfangreiches Begleitprogramm mit Online-Angeboten, Filmen und Veranstaltungen, Materialien für Schulen, Studierende und historisch Interessierte zur Verfügung. Erarbeitet wurden Ausstellung und Begleitprogramm vom LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte in Kooperation mit dem LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte und dem LWL-Medienzentrum für Westfalen.

Ein Begleitprogramm zur Ausstellung mit Filmvorführungen und Sonderführungen – vor allem für Schulklassen – werden seitens der Museen aufgelegt. Die Ausstellungseröffnung mit Grußworten der LWL-Vertreter und der stellvertretenden Bürgermeisterin Verena Szermerski-Kasperek am Sonntag ab 11.30 Uhr ist öffentlich.

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