Neue Impulse revolutionieren den Stil

Lutz Reike aus Dresden und seiner Begleiterin werden Mode aus der napoleonischen Ära zeigen und erläutern den Geschmack der Zeitgenossen Napoleons.

Lüdenscheid - Rund um die Ausstellung „Wider Napoleon!“, die noch bis zum 23. März in den Museen der Stadt Lüdenscheid zu sehen ist, findet ein breit gefächertes Rahmenprogramm statt, das Einblicke in Kunst und Musik, in Wissenschaft und Technik, aber auch in Mode und Lebensart der napoleonischen Zeit gibt.

Um das Thema „Mode um 1800“ geht es am Sonntag ab 18 Uhr in einem lebendigen Vortrag von Lutz Reike vom Stadtmuseum Dresden. Anhand von Geschichten und Bildern, aber auch von originalen modischen Accessoires und Kleidern erläutert er den Geschmack der Zeitgenossen Napoleons. Erste Modezeitschriften aus Paris geben auch den Damen in Westfalen neue Impulse und revolutionieren den Kleidungsstil. Die Empiremode steht gleichsam pars pro toto für den europäischen Kulturtransfer der napoleonischen Epoche.

Auch an diesem Abend sollen nicht nur dem Geist, sondern auch dem Gaumen neue Eindrücke verschafft werden: Im Anschluss an den Vortrag erwarten die Gäste ein Glas Wein und „französische Häppchen“. Der Eintritt, inklusive Imbiss, kostet fünf Euro.

Im Vorfeld der Abendveranstaltung besteht auch wieder die Möglichkeit, im Rahmen der öffentlichen Führungen eine bisher weitgehend unberücksichtigte Epoche unserer regionalen Geschichte näher kennen zu lernen. Vor 200 Jahren endete in Südwestfalen die napoleonische Ära. Die Städte der ehemaligen Grafschaft Mark wurden durch einen Maire geführt, so wurde der Bürgermeister in den Jahren zwischen 1808 und 1813 genannt. Lüdenscheid gehörte verwaltungsmäßig zum Ruhrdepartement innerhalb des Großherzogtums Berg. Die Franzosen hatten nach den Umwälzungen der Französischen Revolution seit 1804 einen Kaiser, Napoleon Bonaparte, der 1811 auch in Düsseldorf, der Hauptstadt des Großherzogtums Berg, glanzvoll empfangen wurde.

Diese offensichtlichen Veränderungen für die Menschen unter französischer Verwaltung sind nur ein Aspekt der Ausstellung „Wider Napoleon!“ in den Museen der Stadt. Anhand einer Präsentation bisher weitgehend unbekannter Objekte werden weitreichende historische Zusammenhänge dem Besucher erschlossen.

Jeweils um 15.15 Uhr und 16.15 Uhr haben die Besucher ausreichend Gelegenheit, in einem Rundgang mit Dr. Susanne Conzen die Ausstellung zu erleben. Der Eintritt kostet fünf Euro, ermäßigt 2,50 Euro. Die Führung ist kostenfrei.

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