„Asthma und Allergie“

Lungentag: Großer Andrang im Kulturhaus

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Zahlreiche Interessierte informierten sich beim 18. Lungentag über das Thema „Allergie und Asthma“.

Lüdenscheid - Blauer Sommerhimmel, bunte Blumenwiese, die Sonne bricht sich am Blütenrand, man glaubt, den zarten Duft zu riechen. Und dann knallt die giftgelbe Schrift in die Bild-Idylle: „Asthma und Allergie“. Beim 18. Lungentag drehte sich am Freitag im Kulturhaus alles um diese Schlagworte.

Die Mischung aus persönlicher Beratung und allgemeiner Information zog auch diesmal wieder viele Menschen an. Sie ließen Schnelltests machen, bei denen ein Blutstropfen genügte, um die Allergieantikörper festzustellen. Sie ließen ihre Aus-Atemluft analysieren. Sie informierten sich über Arznei- und Hilfsmittel, blieben am Stand der Deutschen Patientenliga Atemwegserkrankungen stehen, suchten das Gespräch mit einem der im Verein „Gesunde Lunge Lüdenscheid“ engagierten Fachärzte, hörten Kurzreferate von Medizinern. Die stellten pauschal fest: „Das Interesse steigt.“

Und die Besucher versuchten, wie viel Luft sie einatmen konnten, denn es gab Preise für „die größte Lunge Lüdenscheids“. Angesichts von „unglaublichen 5,1 Litern“ schon beim ersten Test staunte selbst Prof. Dr. med. Joachim Lorenz. Damit gewann Iris Danisch, Sportlerin und Asthmatikerin, ein Fitnessarmband. „Sehr viele Leistungssportler haben oft Asthma“, lautete das Fazit.

Die Männer konnten das toppen. Tobias Niemczyk, ehemaliger Amateurboxer und Distanz-Radler, war mit sieben Litern „sehr außergewöhnlicher“ Tagessieger.

Elida Hamme ist schon mit einer zwei vor dem Komma zufrieden. Die 81-Jährige lebt seit 1996 mit Asthma und geht jedes Jahr zum Lungentag. „Hier kriege ich Infos und habe mit den Ärzten schneller Kontakt. Ich finde das toll“, sagt sie.

18. Lungentag im Kulturhaus Lüdenscheid

In Schwerte, woher sie stammt, könne sie viel besser atmen, erzählt sie. In Lüdenscheid sei die Luft schlecht für sie, aber hier sei längst ihre Heimat, ihr Freundeskreis. Das ist ihr wichtiger als freies Durchatmen. Und so macht sie öfter mal Pause, baut sich selbst auf, freut sich an kleinen Dingen. Und zitiert ihre Ärztin: „Die Werte sind nach wie vor schlecht, aber für Sie gut.“

Eine Kurzdiagnose erhielt auch jeder, der mit dem Kurvenverlauf auf seinem Testblatt nicht so recht etwas anzufangen wusste. „Also, so schlecht ist das nicht“, gab zum Beispiel Professor Lorenz einer älteren Dame mit auf den Weg, grüßte den nächsten Patienten mit „Alles klar?“ – „Muss, wa!“ und erwähnte nebenbei, dass der eigene Volumentest auch hätte besser sein können.

Sein Rezept gegen das eigene Asthma: Medikamente und Training. „Ich laufe zu Fuß zur Arbeit und zurück. Am Ende der Woche bin ich dann 20 Kilometer gelaufen.“

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