Luftkissen für die Unterwelt im Kulturhaus

Die alten Panzerketten werden gegen Luftkissen ausgetauscht.

LÜDENSCHEID - Sie sind einfacher zu bewegen und deutlich weniger störanfällig: Seit gestern werden in der „Unterwelt“ des Kulturhauses Luftkissen eingebaut, die das leichte Verschieben der ersten Stuhlreihen ermöglichen. Insgesamt zwölf dieser Kissen werden montiert und ersetzen am Ende die bisherigen Panzerketten.

„Wenn hier ein Orchestergraben notwendig ist oder bei Veranstaltungen ein Referent stehen soll oder einfach nur mehr Platz gebraucht wird, verschieben wir die ersten Stuhlreihen“, erklärt Thomas Biedebach, Technischer Leiter des Kulturhauses, einen Vorgang, den kaum ein Zuschauer so recht merkt. Stühle, auf denen man vielleicht in einer der voran gegangenen Vorstellungen noch gesessen hat, verschwinden für das nächste Stück im Keller. Was sich leicht anhört, ist eine Arbeitsleistung, die bislang Panzerketten übernommen haben. Eine gute Stunde dauerte damit das Verrücken der ersten mittleren Reihen und das Verschieben nach rechts und links. „Alt, störanfällig und sehr wartungsintensiv“, lassen Biedebach und Klaus-Peter Welter, stellvertretender Betriebsleiter des ZGW, kein gutes Haar an dieser Art der Bewegungstechnik. „Zwei Leute waren eine gute Stunde damit beschäftigt, das Parkettpodium zu versenken.“

Seit gestern werden die Panzerketten abmontiert und durch Luftkissentechnik ersetzt. Ähnlich wie bei einem Luftkissenboot wird das Podium demnächst auf zwölf Platten schweben, wenn es verrückt werden muss. Via Kompressor lagern die Kissen auf einer zwei Zentimeter hohen Luftschicht und können samt ihrer tonnenschweren Last mit Leichtigkeit verschoben werden. „Spart Zeit, Kraft und Wartung“, komprimieren die Experten die Vorteile dieser Technik. Gekauft wurden übrigens im Fachhandel nur die Teile, den Einbau übernehmen Schlosser und Elektriker aus Lüdenscheid.

Einen Probelauf haben die neuen Luftkissen bereits bestanden, Ende der Woche werden die Arbeiten abgeschlossen sein.

In den kommenden Wochen wird die Bühnentechnik eine Auffrischungskur erfahren, und auch in den spielfreien Herbstferien werden die Techniker noch Einiges zu tun haben. - rudi

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