Lüsterklemme: Preis für die Bullemänner

Kulturhausleiter Stefan Weippert sowie Thomas Meermann und Kai Pritschow von der Sparkasse

LÜDENSCHEID - Wenn am Freitagabend im großen Saal des Kulturhauses um 20.30 Uhr der Kleinkunstpreis „Lüdenscheider Lüsterklemme“ vergeben worden ist, greift das altbewährte Prinzip: Nach der Preisverleihung ist vor der nächsten: Seit gestern stehen die fünf jungen Kabarettisten fest, die im Februar ins Rennen um die „Lüsterklemme 2011“ gehen werden.

„Die Lüdenscheider Kleinkunsttage finden seit 32 Jahren statt. Seit etwa 15 Jahren wird der Preis verliehen und gilt bundesweit für die Kabarettisten als eine Art Gütesiegel“, erläuterte Kulturhausleiter Stefan Weippert.

Mit an Bord ist vom ersten Tag an die Sparkasse Lüdenscheid, die ihre Aufgabe darin sieht, Veranstaltungsreihen wie diese zu finanzieren und sich damit zu identifizieren. Ursprünglich hätte Weippert in seiner Vorauswahl ein musikalisches Kabarett bevorzugt: „Das hat sich aber nicht ergeben. Es ist schwierig, zum Beispiel eine a cappella-Gruppe einem Kabarettisten entgegen zu setzen. So werden wir im kommenden Februar ein politisches Kabarett erleben, auf das ich mich sehr freue, ein bisschen Comedy und ein bisschen Musik.“

Fünf Abende lang – am 8. Februar, 10. Februar, 15. Februar, 17. Februar und 19. Februar – werden fünf Herren ihr Bestes geben, um die Gunst des Publikums für sich zu gewinnen. Denn die Entscheidung, wer die kabarettistische Kleinkunstriege anführt, liegt bei den Zuschauern. Sie stimmen per Karte ab, wem die Ehre der „Lüsterklemme gebührt“.

Eingeladen ist als Eröffnungsgast Matthias Machwerk, der den Kampf aufnimmt gegen Männer mit weißen Strümpfen und Menschen mit geistiger Flatrate. Zwei Tage später kommt Sebastian Pufpaff, der nach eigenem Bekunden mit diesem Namen nichts anders als Kabarettist werden konnte. Er bietet einen Abend, der irgendwo anfängt, irgendwo aufhört, und das dazwischen könne man schlecht in Worte fassen. Volker Weininger hat mit „Bestatten Weiniger“ das Beerdigungs-Gewerbe aufs Korn genommen und sagt von sich selbst: „Weininger ist asozial auf höchstem Niveau“. Benjamin Eisenberg schüttet das Füllhorn der Ironie über alles aus, was sich zwischen Regierung und Anti-Terror-Maßnahmen ansiedelt. Und Jens Heinrich Claasen schildert seine Hochzeit und die Frage danach, ob es eigentlich schlimm ist, seiner Fast-Frau zu sagen, dass man nach der Hochzeit gern in der Mongolei leben würde.

Karten für die Veranstaltungen der Kleinkunsttage sind ab sofort an der Theaterkasse zu haben. Die Einzelkarte kostet 14 Euro, das Kombi-Ticket für alle Veranstaltungen 56 Euro. - rudi

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