Lüdenscheids Schüler trauern um Altersgenossen

In der Pausenhalle des Bergstadt-Gymnasiums lag ein Kondolenzbuch aus, in das sich Schüler und Lehrer eintrugen.

Lüdenscheid - Schweigeminuten, auf Halbmast geflaggte Fahnen, Kondolenzbücher: An den weiterführenden Schulen Lüdenscheids war der Flugzeugabsturz über den französischen Alpen, der auch 16 Schüler und zwei Lehrer des Joseph-König-Gymnasiums in Haltern am See das Leben kostete, am Mittwoch das beherrschende Thema.

An der Hauptschule Stadtpark fanden sich Schüler und Lehrer gestern zu einer Schweigeminute zusammen, um gemeinsam zu trauern und der Opfer des Absturzes zu gedenken. „Aber für uns ist es auch sehr wichtig, dass wir im Unterricht mit den Schülern über dieses Unglück sprechen. Sie sind sehr betroffen und haben Gesprächsbedarf“, erklärte Hauptschulleiter Marco Sawatzki.

Auch an der Theodor-Heuss-Realschule hielten Schüler und Lehrer gestern Morgen eine Schweigeminute ab. Ein persönliches Kondolenzschreiben wird die Schulleitung der Richard-Schirrmann-Realschule gemeinsam mit dem Lehrerrat und der Schülervertretung aufsetzen und an die Schüler und Lehrer des Joseph-König-Gymnasiums in Haltern am See schicken.

„Wir legen auf einem Trauertisch mit Kerzen ein Kondolenzbuch aus, in das alle Schüler und Lehrer ihre Gedanken schreiben und so ihrer Trauer Ausdruck verleihen können“, erklärte Frank Bisterfeld, Leiter der Städtischen Adolf-Reichwein-Gesamtschule. Das Buch werde mit einem Begleitschreiben an das Joseph-König-Gymnasium in Haltern geschickt. Frank Bisterfeld: „Wir sind alle sehr betroffen. Austauschprogramme mit Schulen im Ausland haben wir viele. Und wir sind im Rahmen dieser Programme mit unseren Schülern oft unterwegs – auch mit dem Flugzeug. Es hätte jeden treffen können, also auch uns.“

Die Schüler der Staberger Gymnasien hielten gestern um 9 Uhr eine zentrale Schweigeminute ab. In der zweiten Pause kamen die künftigen Abiturienten in der Aula des Scholl-Gymnasiums noch einmal zusammen. Sie hatten ihren Mottotag aus Pietätsgründen abgesagt.

Auch der Abschlussjahrgang des Bergstadt-Gymnasiums feierte gestern nicht das nahende Ende der Schulzeit. Die Flagge vor dem Eingang wehte auf Halbmast, in der Pausenhalle lag ein Kondolenzbuch aus. Eine Schweigeminute gab es am Bergstadt-Gymnasium gestern aber noch nicht. „Wir warten ab, ob noch eine offizielle Anordnung von der Landesregierung kommt“, teilte BGL-Leiter Dieter Utsch mit.

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