Lüdenscheids Partnerstadt Leuven steht unter Schock

Trauerbeflaggung am Lüdenscheider Rathaus.

LÜDENSCHEID ▪ Nach dem schweren Busunglück in der Schweiz, bei dem auch sieben Kinder und zwei Erwachsene aus Leuven ums Leben gekommen sind, stehen die Menschen in Lüdenscheids Partnerstadt unter Schock.

Stadtpressesprecher Wolfgang Löhn, der Kontakt zu seinen Kollegen in Belgien hält, sagte am Donnerstag : „Jeder muss erst einmal selbst sehen, wie er mit dem entsetzlichen Unglück umgeht.“ Zum Zeichen der Anteilnahme weht die Lüdenscheider Stadtflagge am Rathaus auf Halbmast.

Im neuen und im alten Rathaus Leuvens liegen nach Angaben Löhns Kondolenzbücher aus, in denen die Menschen ihrer Trauer Ausdruck verleihen können. Auch auf der Internetseite Leuvens – http://www.leuven.be – ist ein Link eingerichtet, das zur Sint-Lambertusschool Heverlee führt, wo online ein Kondolenzbuch eingerichtet ist. Zahlreiche Trauernde haben dies schon genutzt und den Angehörigen der Opfer ihr Beileid ausgesprochen.

Die neun Todesopfer wurden am Donnerstag nach LeuVen gebracht. Dort kümmern sich nach Auskunft Löhns zurzeit mehrere Stellen darum, wie und wann eine öffentliche Trauerfeier stattfinden wird. Ob dann auch Bürgermeister Dieter Dzewas daran teilnehmen wird, steht noch nicht fest. „Wir müssen erst einmal sehen, was dort wann geplant ist. Wir wollen uns da jetzt nicht aufdrängen.“ Auf jeden Fall werde Dzewas in Leuven einen Kranz niederlegen. Wann dies sein wird, stehe zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest. Auch werde es sicherlich eine Gedenkminute im Rat für die Opfer geben.

Am 30. März feiern Leuven und Lüdenscheid das 25-jährige Jubiläum ihrer Städtepartnerschaft. Zu diesem Anlass hat das Reisebüro Kattwinkel vom 26. bis 28. Mai eine Busreise in die sehenswerte Stadt in Flandern im Programm. „Wir wollten zu diesem Anlass nicht nur eine Feier für Rat und Verwaltung, sondern allen Lüdenscheidern die Möglichkeit bieten, unsere Partnerstadt kennenzulernen“, sagte Wolfgang Löhn.

Am Freitag wird in ganz Belgien um 11 Uhr eine Schweigeminute eingelegt, um der Opfer zu gedenken. Wie berichtet, hatten sich am Mittwochabend viele Menschen in der Sint Pieterskerk von Leuven versammelt und Kerzen für die Opfer entzündet. Auch am Donnerstag stand Leuven noch ganz unter dem Eindruck der furchtbaren Bilder aus der Schweiz. 28 Menschen starben, als der Bus im Tunnel frontal in die Betonwand einer Nothaltebucht prallte.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare