Lüdenscheids Kulturhaus hat jetzt Fluchtpunkte

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Peter Kaczmarek hat die Hinweise auf die Fluchtpunkte des Kulturhauses angebracht, so auch an dieser Laterne im Kulturhausgarten. ▪

LÜDENSCHEID ▪ Das Lüdenscheider Kulturhaus hat jetzt zwei ausgewiesene Fluchtpunkte vor dem Gebäude. Bisher wurde nur im Innern des Hauses auf die Sammelstellen für Notfälle hingewiesen. Hausmeister Peter Kaczmarek hat die entsprechenden grün-weißen Schilder an einem Laternenpfahl im Kulturhausgarten, beim Treppenaufgang zur Hochstraße, und an einem der Pfosten, die das Laubendach unterhalb des Bühneneingangs tragen, angebracht. Die Plätze wurden in Absprache mit der Feuerwehr und der Bauaufsicht der Stadt Lüdenscheid ausgewählt, erklärte Udo Leyendecker, Fachkraft für Gebäudesicherheit bei der Abteilung für Zentrale Gebäudewirtschaft (ZGW), auf Anfrage der LN.

Ziel dieser Fluchtpunkte sei es, im Falle eines Notfalles Orte zu haben, wo die Besucherströme durch die jeweiligen Notausgänge hingeleitet werden können. Vorgeschrieben ist die Einrichtung solcher Plätze in der Landesverordnung über den Bau und betrieb von Versammlungsstätten (Versammlungsstättenverordnung VStättVO). Darin ist auch geregelt, welche Schilder wo angebracht werden müssen. So reicht es nicht, den Hinweis auf einen Feuerlöscher an der Tür, hinter der er sich verbirgt, anzubringen, weil dies unter Umständen von Personen, die davor stehen, verdeckt werden könnte, erklärte Kaczmarek und verwies auf die entsprechende Markierung weit oberhalb der Feuerlöschers, der neben der Garderobe im Kulturhausfoyer angebracht ist.

Zu den Aufgaben von Leyendecker gehört es, die Einhaltung der Vorschriften in den Versammlungsstätten im Besitz der Stadt regelmäßig zu überprüfen. Es könne auch passieren, dass Schilder abhanden kommen. Die Ergebnisse der jährlichen Begehungen der Objekte werden protokolliert und den zuständigen Hausmeistern, Einrichtungs- und Objektleitern zur Verfügung gestellt. So sollen Maßnahmen zur Sicherheit ständig optimiert werden. Wobei je nach finanziellen Möglichkeiten Prioritäten gesetzt werden müssten, so Leyendecker. So hätten beispielsweise Rauchschutztüren wegen der tödlichen Gefahr, die von Qualm ausgeht, Vorrang vor manchen anderen Maßnahmen.

Im Kulturhaus werden aktuell auch noch nach und nach alle Notausgänge mit „Antipanikgriffen“ ausgestattet. Das sind Türgriffe nach DIN EN 1125, die als breite Bügel quer über der Tür angebracht sind und schon bei leichtem Druck nachgeben. ▪ gör

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