Dzewas kontert Kritik: Stadt bleibt auf Sparkurs

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Dieter Dzewas

LÜDENSCHEID - Dieter Dzewas ist empört. „Wenn lukrative Fördermittel winken, werden Sparbemühungen regelmäßig schnell vergessen“, schreibt der Bund der Steuerzahler (BdSt) über angeblichen Risiken bei der Finanzierung des Phänomenta-Ausbaus. Das nervt den Bürgermeister enorm.

„Dagegen verwahre ich mich in aller Form“, erklärte Dzewas am Mittwoch. Für Lüdenscheid gelte genau das Gegenteil: „Unsere Stadt wird durch das genehmigte Haushaltssicherungskonzept, das bekanntlich viele Sparmaßnahmen vorsieht, in die Lage versetzt, aus eigener Kraft wieder Entscheidungen zu treffen.“

Den Ansatz des BdSt, die nie bestrittenen Risiken des Phänomenta-Ausbaus zu betonen, ohne dabei auch die Hintergründe und Chancen der Denkfabrik aufzuführen, nannte Dzewas populistisch. Daher habe er auch nicht damit gerechnet, dass der Steuerzahlerbund die schon vor Monaten aufgestellten Vorhaltungen nach den damaligen Antworten der Verwaltung zurücknimmt.

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In Lüdenscheid sei vor der Veröffentlichung im „Schwarzbuch 2012“ zur Verschwendung von Steuergeldern seitens des BdSt jedenfalls nicht erneut nachgefragt worden. Dzewas: „Ich bin da aber auch illusionslos. Wer meint, eine Story zu haben, der will sie auch behalten.“ Die Bürger dagegen, die er bei vielen Gelegenheiten treffe, könnten sehr wohl unterscheiden, dass es etwa beim Foucault’schen Pendel keineswegs um ein 70-Meter-Denkmal für prestigesüchtige Stadtpolitiker gehe, sagte Dzewas. Sondern um ein Bauwerk, das für die Phänomenta als Science-Center zugleich Attraktion und Alleinstellungsmerkmal sei. - hgm

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