Direktorin des Lüdenscheider Amtsgerichts (51) ist gestorben

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Amtsgerichts-Direktorin Anke Ditzler ist im Alter von nur 51 Jahren nach schwerer Krankheit gestorben.

Lüdenscheid - Sie ging mit einem strahlenden Lächeln durchs Leben und war für ihre zupackende Art und ihren Optimismus bekannt. Nun müssen Familie, Freunde und Kollegen von Anke Ditzler Abschied nehmen.

Sie hatte sich auf die Arbeit in Lüdenscheid gefreut, hatte als Familienrichterin und neue Direktorin des Amtsgerichts ihren Traumjob gefunden, wie sie vor gut drei Jahren sagte. 

Der damalige Präsident des Landgerichts bescheinigte ihr zum Dienstantritt „vielseitige Kompetenz, zupackende Art und ansteckende Fröhlichkeit“. Doch über dem Leben der Hagener Juristin Anke Ditzler lag schon vor der feierlichen Amtseinführung der Schatten einer schweren Erkrankung. 

Nun ist Anke Ditzler im Alter von nur 51 Jahren gestorben. 

Die beruflichen Stationen der Richterin, die sich im Club Soroptimist International ehrenamtlich für die Verbesserung des Lebens von Frauen und Mädchen engagierte, zeugen von Zielstrebigkeit und Ausdauer. Nach dem Studium in Marburg und Münster war sie zunächst für die Hagener Fernuni als wissenschaftliche Mitarbeiterin für das Fach Arbeitsrecht tätig und trat 1998 in den richterlichen Dienst ein. 

Anke Ditzler wirkte am Amtsgericht Hagen, fungierte als stellvertretende Direktorin des Amtsgerichts Schwelm und wurde Anfang Februar 2016 neue Direktorin der Behörde am Dukatenweg. 

Die Übernahme des Amtes in der Kreisstadt verzögerte sich damals schon, weil sie wenige Monate nach der Bewerbung die schreckliche Diagnose erhielt. Es war der neuen Direktorin wichtig, darüber zu sprechen. „Jede achte Frau erkrankt an Brustkrebs“, sagte sie. 

Nun hat Anke Ditzler den Kampf gegen die Krankheit verloren. Sie hinterlässt ihren Mann und zwei Töchter. Professor Dr. Dieter Coburger, Präsident des Landgerichts Hagen, sagt, die Justiz verliere eine „sehr geschätzte Kollegin“. 

Die Bediensteten des Amtsgerichts verlieren eine Chefin, die Solidarität lebte. Die Familie Ditzler verliert ihren Mittelpunkt.

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