Trash-TV

Lüdenscheiderin im Sommerhaus der Stars als „Püppchen“ inszeniert

Um die Harmonie im „Team Monballjin“ ist es zwischen Mike Cees-Monballjin (links) und der Lüdenscheiderin Michelle Monballjin nicht zum besten bestellt.
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Um die Harmonie im „Team Monballjin“ ist es zwischen Mike Cees-Monballjin (links) und der Lüdenscheiderin Michelle Monballjin nicht zum besten bestellt.

Der Mann der Lüdenscheiderin Michelle Monballjin entwickelt sich im „Sommerhaus der Stars“ immer mehr zum ungenießbaren Chauvinisten und zieht damit den Hass der Mitbewohner auf sich. Doch Mike Cees-Monballjin deutet an, dass er seine dunkelste Fratze noch gar nicht gezeigt hat.

Lüdenscheid – „Ich bin ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und stets das Gute schafft.“ Diese Worte legt Johann Wolfgang von Goethe seinem Mephisto in den Mund. Im Sommerhaus der Stars, dienstags bis donnerstags um 20.15 Uhr auf RTL, braucht es keinen Dichter der Deutschen Klassik, um den Teufel zu beschwören. Das Rohmaterial des Gehörnten bietet den RTL-Dramaturgen weiterhin Mike Cees-Monballjin, der bei jeder Gelegenheit den Chauvinisten gibt, gerne gegenüber seiner Frau.

Die Lüdenscheiderin Michelle Monballjin muss einiges aushalten, verkümmert hinter dem 34-Jährigen immer mehr zur abnickenden oder flennenden Dekoration. Die spärlichen Wortmeldungen, die der 42-Jährigen in der Sendung bleiben, unterstreichen dieses Bild.

Wenige emanzipierte Momente von Michelle Monballjin überleben den Schnittraum

Es ist nach mehreren Folgen nicht mehr möglich, die rabiat-antiquierte Auslegung der Geschlechterrollen des Mike Cees-Monballjin als dramaturgische Zuspitzung in einem Trash-TV-Format abzutun. Doch muss die Frage erlaubt sein, wie weit seine Frau wirklich das Püppchen ist, als dass sie zurechtgestutzt wird. Für die pantomimische Darstellung des „Warmduschers“ reicht es ihr, auf ihren Gatten zu zeigen.

Auch den Durchblick scheint die Lüdenscheiderin nicht verloren zu haben: „Du bist anscheinend gerne der Außenseiter.“ Korrekt. Aber der Göttergatte hält sich noch für handzahm: „Ihr wollt nie meine böse Seite kennenlernen. Wer den Teufel heraufbeschwört, kriegt ihn auch zu Gesicht.“ Nicht so schön formuliert wie Goethe, aber eindeutiger.

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