Lüdenscheiderin fürs Nationalteam nominiert

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Mandy Geier

Lüdenscheid – Mit aufwendigen Aufschnittplatten aus Wurstware, Fingerfood in drei verschiedenen Sorten und mit einem rustikal-handwerklichen Präsentkorb hat es die Fleischfachverkäuferin Mandy Geier aufs Siegertreppchen geschafft und wird für die deutsche Nationmannschaft des Fleischerhandwerks nominiert.

Nach ihrer Ausbildung qualifizierte sich die Fachverkäuferin als Prüfungsbeste für den Kammerwettbewerb des Fleischerhandwerks. In Münster sollte sie dann mehrere Prüfungen absolvieren. Dabei konnte sie den ersten Platz erzielen. 

Sie habe schon ein gutes Gefühl während des Wettbewerbs gehabt, sagt Mandy Geier und bekam zur Weiterbildung ein Fördergeld von 7000 Euro. Durch den Erfolg beim Kammerwettbewerb bekam sie die Teilnahmeberechtigung für den NRW-Leistungswettbewerb am 24. September in Essen. 

"Ich mag keinen Fisch"

Vier Wochen vor der Prüfung erhielten die Teilnehmer bereits die ersten Vorgaben und Prüfungsaufgaben. Dadurch konnten die Wettbewerber einige Aufgabenteile schon im Vorfeld üben und vorbereiten. Mandy Geier musste eine Aufschnittplatte aus unterschiedlichen Wurstwaren kreieren, einen Präsentkorb aus eigenen Produkten zusammenstellen sowie ein Thekengespräch absolvieren, eine Fleischbestimmung mit Zubereitungsmöglichkeiten durchführen, ein Büfett für einen 30. Geburtstag planen und Fingerfood kreieren. 

Das Fingerfood sollte aus Garnelen, Lachs, Matjes und Forellen bestehen. „Das war sehr schwierig für mich, ich mag keinen Fisch“, erklärt Mandy Geier. Sie hatte deshalb überlegt, an dem Wettbewerb nicht teilzunehmen. Aber sie stellte sich der Herausforderung und ließ sich von ihrem Küchenchef helfen. 

Wurstwaren aus eigener Herstellung

Er durfte die verschiedenen Kreationen testen und die Leckereien kritisch beurteilen – sodass Mandy Geier eine Variante von Fingerfood für den Wettbewerb zusammenstellen konnte, ohne es selbst vorher probiert zu haben. 

Beim Themenbereich der Büfett-Planung und Präsentkorb-Gestaltung sah sie ihre größeren Stärken, da sie dies auch im Berufsalltag mache. Mit verschiedenen Wurstwaren aus eigener Herstellung, Nudeln und einem ausgewählten Rotwein gestaltete sie den Korb rustikal und handwerklich. Alle Komponenten waren aufeinander abgestimmt und miteinander kombinierbar. „Mir war es wichtig, dass meine Prüfung stimmig ist“, betont die Siegerin. 

"Ich musste weinen"

„Ich war richtig froh und musste weinen“, beschreibt Mandy Geier ihren Sieg. Sie hatte mit dem Erfolg beim Landeswettbewerb nicht gerechnet. Neben einem Blumenstrauß erhielt sie eine Nominierung für die deutsche Nationalmannschaft des Fleischerhandwerks. Die Mannschaft repräsentiert das deutsche Fleischerhandwerk nicht nur im Ausland, sondern ist für das Catering auf Messen und politischen Veranstaltungen zuständig. 

15 Nachwuchskräfte werden von drei Trainern trainiert und treten auch bei internationalen Fleischerwettbewerben an. Mandy Geier wurde jetzt zum Casting der Nationalmannschaft eingeladen, das im März nächsten Jahres stattfinden wird.

Von Mia Stremme

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