Frisur-Talent aus Lüdenscheid

Evangelia Stefanou vertritt Deutschland in Madrid

+
Gemeinsam mit ihrem Team vom Salon „Catwalk“ entwickelte Evangelia Stefanou (2.v.r.) die drei ausgefallenen Looks, mit denen sie den nationalen Wettbewerb des „Style Masters“ für sich entschied und als Vertreterin Deutschlands beim internationalen Wettstreit in Madrid an den Start gehen durfte.

Lüdenscheid - Mit ihm sollen Frisuren wieder einen künstlerischen Wert erhalten und gleichzeitig neue Talente unterstützt und gefördert werden: der Style Master Contest der Firma Revlon. Seit drei Jahren wird dieser internationale Preis ausgelobt – und jedes Jahr ist auch eine Lüdenscheiderin unter den Teilnehmern aus aller Welt.

Im dritten Anlauf feierte Evangelia Stefanou, die an der Altenaer Straße ihren Salon „Catwalk“ betreibt, nun ihren ganz persönlichen Erfolg: Sie durfte beim internationalen Wettbewerb in Madrid für Deutschland ins Rennen gehen.

Dieses Styling fand bei der Jury besonderen Gefallen und stieß auch unter den Teilnehmern in Madrid auf großes Interesse.

„Als der Anruf kam, dass wir den nationalen Vorentscheid gewonnen haben, konnte ich es gar nicht glauben. Ich musste erst einmal alle anrufen – meine Familie, Freunde, mein Team“, erinnert sich die sympathische junge Frau. „Damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet, denn aus den Vorjahren wusste ich ja, wie stark die anderen Teilnehmer sind.“ Doch nach den ersten zwei Wettbewerben wusste Stefanou, was die Jury von ihr erwartete. „In den Vorjahren waren unsere Haarkreationen immer zu schlicht. Gefragt sind Frisuren, die im Alltag gar nicht tragbar sind“, weiß die 32-Jährige. Und so setzte sie sich mit ihrem Team zusammen, um etwas ganz Neues zu kreieren. „Wir wollten etwas, was die Leute noch nie gesehen haben.“

Gefordert waren drei verschiedene Looks mit dem gleichen Haarschnitt an einem und demselben Modell. Diese galt es dann professionell zu fotografieren und einzuschicken. „Das Schöne an diesem Wettbewerb ist, dass man die Frisuren im eigenen Salon schaffen kann und nirgendwo hin reisen muss. Sonst könnte ich gar nicht teilnehmen“, erklärt die Mutter zweier kleiner Kinder. Am Ende kamen die Ideen dann ganz spontan. Mit einem befreundeten Modell wurden die Fotos schließlich aufgenommen und eingeschickt.

Mit Erfolg: Ende Februar kam der entscheidende Anruf von der Firma Revlon – und das bedeutete: Die Lüdenscheiderin durfte sich nicht nur über einen attraktiven Preis sowie einen Pokal freuen, sondern vor allem nach Madrid reisen, um gegen die Sieger der anderen Länder anzutreten. „Das war schon etwas ganz Besonderes, das habe ich sehr genossen“, erinnert sich Evangelia Stefanou an schicke Kleider, einen roten Teppich und ein Dinner mit etwa 3000 anderen Gästen.

Das Finale der besten sieben Teilnehmer hat die Lüdenscheiderin am Ende um einen Platz verpasst – dann hätte sie mit ihrem Team auf der Bühne und vor Jury und Publikum ihre Frisuren anfertigen dürfen. Der Sieg ging in diesem Jahr an einen Chinesen, Peruaner sowie eine Russin. Dennoch möchte die 32-Jährige die Erfahrungen in Madrid nicht missen – und schon jetzt steht für sie fest: „Im nächsten Jahr sind wir wieder dabei. Und dann möchten wir unter den sieben Finalisten sein.“ - kes

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare