Lüdenscheider „Zukunftswerkstatt“: Referat zum Klimaschutz

Lüdenscheider „Zukunftswerkstatt“: Referat zum Klimaschutz

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Lacht noch, obwohl es in Sachen Klimawandel wenig zu lachen gibt: Sozialwissenschaftlerin Dr. Judith Kuhn.

Lüdenscheid - Ein gravierender Klimawandel rund um den Globus ist längst nicht mehr abwendbar? Das mag vielleicht so sein. Eine Gruppe Lüdenscheider Bürger will dem Geschehen dennoch nicht tatenlos zusehen und setzt zumindest darauf, die Folgen des Wandels weniger dramatisch zu halten.

Dieses Bemühen findet derzeit in einer „Zukunftswerkstatt“ seinen Ausdruck. Es geht um „nachhaltige Klimaschutzprojekte in Lüdenscheid“, also um konkretes Handeln vor Ort. Organisatoren der Initiative sind die Energiewendegruppe Märkischer Kreis/Lüdenscheid und das Eine-Welt-Netz. Als Kooperationspartner mit im Boot: die Klimaschutzbeauftragte der Stadt und die Volkshochschule. Die Resonanz bei der Auftaktveranstaltung der dreiteiligen „Zukunftswerkstatt“ hielt sich indes in Grenzen – sechs Bürger waren an diesem Abend bei der VHS im Alten Rathaus erschienen.

Die hörten zunächst einen Vortag von Dr. Judith Kuhn. Die Sozialwissenschaftlerin ist Referentin für Klima- und Energiepolitik beim Institut für Kirche und Gesellschaft der Evangelischen Kirche von Westfalen. Ihr Thema: der von Menschen gemachte Klimawandel. Der, so Kuhn, werde in der Wissenschaft schon lange nicht mehr ernsthaft bestritten. Und auch die Ursachen seien klar: viel zu viel Kohlendioxid-Ausstoß aus Abgasrohren und Schornsteinen, aber auch eine industrialisierte Landwirtschaft und ein zu hoher Fleischkonsum.

Die Folgen des Klimawandels sind laut Kuhn auch in unseren Breiten längst spürbar: „Dass es mehr, längere und stärkere Hitzewellen und auch heftigere Stürme als früher gibt, ist erwiesen.“ Und die Lage drohe sich künftig extrem zu verschlimmern. Gerade in den Ländern des Südens. Reaktion eines „Werkstatt“-Teilnehmers auf das Kuhn-Referat: „Das sind ja wahrhaft apokalyptische Aussichten.“

Gleichzeitig, so der Tenor des Abends, seien die Wege aus dem Dilemma klar erkennbar: eine Abkehr von fossilen Energieträgern und eine Änderung des Lebensstils. Was konkret der einzelne Bürger hier beisteuern kann, soll ein Schwerpunkt-Thema bei der zweiten Runde der „Zukunftswerkstatt“ am 10. März sein.

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