VHS zeigt Wege für die Reise ins Alter

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VHS-Leiter Andreas Hostert mit Facebook-Fachmann Gerhard Engmann, der die neue „Alt-werden“-Reihe eröffnet.

LÜDENSCHEID - Reise, Schwelle, Übergang – Stichworte, die nach Anstrengung klingen, nach mühsamen Wegen ins Neuland. Die Volkshochschule hat sich auf diesen Weg gemacht und erste Impulse des Arbeitskreises „Gemeinsam alt werden in Lüdenscheid“ in Seminarform gebracht.

Mit drei Veranstaltungen wird das Thema in diesem Semester aufgegriffen, wobei die Aspekte so unterschiedlich sind wie die Herausforderungen des Alterns: „Facebook, Twitter, Blog und Co. – Großeltern in Elternverantwortung“ heißt das Thema, zu dem der Medienexperte, Erziehungsberater und zweifache Großvater Gerhard Engmann (54) spricht (Dienstag, 12. März, 19.30 bis 21 Uhr). Am Mittwoch, 22. Mai, geht es um „Wohnen im Alter: Rechtzeitig nach Lösungen suchen“. Ein Gastdozent referiert zum Bielefelder Modell; Gesprächspartner von Initiativgruppen und Wohnungsgenossenschaften sind vor Ort. Am 26. Juni befassen sich Superintendent Klaus Majoress und der Neurologe Dr. Egbert Cardinal von Widdern mit „Gesund bleiben an Leib und Seele“ und damit mit dem Übergang vom Erwerbsleben in den Ruhestand. Alle Veranstaltungen sind kostenfrei und finden im Alten Rathaus, Raum 6 statt. Eine Variante im Angebot wird das Tagesseminar „Die Reise in den Ruhestand“ am 24. Mai sein, das sich vor allem an kleinere Firmen und deren Mitarbeiter richtet. Als Herbstangebot ist eine Ausbildung zum „Demenzbegleiter“ vorgesehen.

„Wir sind gespannt, was passiert“, sagt VHS-Leiter Andreas Hostert (56). „Wir denken ganz oft in abgeschlossenen Kurssystemen. Hier ist der Prozess ein offener.“ Und das sei für eine VHS eher ungewöhnlich. Aber es spiegele das Vorgehen im Arbeitskreis wieder, erläuterte Hostert auch. „Der sprüht vor Ideen und verändert sich ständig.“ Nicht jede Anregung lasse sich direkt umsetzen, räumt er ein. Aber die Ideen für die Stadt seien „nur in diesem Kreis entwickelt worden, mit den Menschen, die das betrifft“ – Privatleute, ehemalige Lehrer, Vertreter der Stadt, Berufstätige. Sie alle wollten sich frühzeitig mit dem Thema beschäftigen – auch deshalb, weiß Hostert, weil seine Generation gerade an den eigenen Eltern sehe, wie sie sich ihr Alter eben nicht wünsche. - sum

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