Yves Bubert serviert perfektes Fernseh-Dinner

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„So zu sein, wie man ist, das ist perfekt“, findet Yves Bubert, hier inmitten seiner Dinnergäste-Runde.

LÜDENSCHEID - Er war in seinem Element wie einst der Lachs, den er zum Hauptgang servierte: Am Donnerstag kam „Das perfekte Dinner“ aus Lüdenscheid, angerichtet von Friseurmeister Yves Bubert. Auf dem Weg zum „besten Hobbykoch im ‘Powerland’ Sauerland“ zog der Bergstädter vor der Kamera alle Register, wie eine kleine Fangemeinde vor Ort beim „Public Viewing“ in einer Gaststätte verfolgen konnte.

Aufgezeichnet worden waren die Folgen bereits im Februar (wir berichteten). Am Ende anstrengender Drehtage, die frühmorgens endeten, stand die Erkenntnis: Anstrengend war’s, aber auch spaßig. Bubert, 40, Single: „Es nicht zu tun, wäre hirnrissig.“

Ein Händchen für die Deko im schicken Bauernhaus sowie eine Menüfolge, die weder Koch noch Gäste überforderte und trotzdem schmeckte – das waren Zutaten für eine Sendung, die seit 2006 wochentags täglich nach Angaben des Senders im Schnitt zwei Millionen Zuschauer in fremde Küchen lockt.

Bei Bubert war’s eher eine „Küchenecke“, wie der Kommentar aus dem Off süffisant bemerkte. Aber es reichte für drei Gänge. Lokalkolorit gab’s als Sahnehäubchen obendrauf. Einkaufsfahrten durch schneebedeckte Landschaft, diese „raue Gegend“, sowie reichlich blumige Synonyme für den stadtbekannten Haare-Macher, den „Sauerländer Starfriseur“, würzten diese Episode der frühen Abendunterhaltung, die 2007 mit dem Deutschen Fernsehpreis in der Rubrik „Beste Kochshow“ gewürdigt wurde. Plauderei über Berufswahl und Familiendynastien, über Geschmack und Geschmäcker und die Kunst des Gastgebens (Bubert: „Ob’s denen gefällt oder nicht, ist mir eigentlich egal“) füllen die einstündige Sendezeit.

Dazu fuhren die Gäste durch die Region: Kriminaloberkommissarin Susanne (42) kochte in Iserlohn-Sümmern, Einzelhandelskaufmann Udo (48) in Schalksmühle, Marketingleiterin Melanie (35) ebenfalls in Iserlohn und Werbeagentur-Chef Carlos (43) in Arnsberg. Am Ende teilte sich Bubert Platz eins mit Melanie und den Gewinn unter allen Gastgebern: „Davon gehen wir essen. Ohne Kameras.“ - Susanne Kornau

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