Stadtturm Lüdenscheid nach CDU-Forderung auf der Kippe?

+
In Sachen Stadtturm sind immer noch viele Fragen ungeklärt.

Lüdenscheid - Die Unionsfraktion im Lüdenscheider Rat geht auf Distanz zu Investor Roland Rothmann.

Das Projekt Stadtturm auf dem ehemaligen P & C-Gelände ist längst nicht in trockenen Tüchern. 

Die CDU-Ratsfraktion rückt nun von der Idee des Investors Roland Rothmann ab, nach der die Stadtverwaltung große Flächen für die eigene Nutzung anmieten oder kaufen soll. Das teilt Unions-Fraktionschef Oliver Fröhling gegenüber unserer Redaktion mit. 

Eine „Belebung der Innenstadt und die Beseitigung dieser Brache mit einer überzeugenden Nutzung“ ist aus CDU-Sicht demnach „absolut wünschenswert und erforderlich“. Allerdings dürfe die Realisierung des Projektes „nicht von der finanziellen Beteiligung der Stadt über den Erwerb eines Teileigentums oder die langfristige Anmietung erheblicher Flächen für die Verwaltung abhängig gemacht werden“. 

Egal ob Kauf oder Miete – die Kosten liegen laut Union „in Zeiten knapper städtischer Kassen“ deutlich über einem vertretbaren Maß und stünden im Widerspruch zu den Sparbemühungen und Anforderungen des Haushaltssicherungskonzepts. Oliver Fröhling: „Wir gehen davon aus, dass das Projekt Stadtturm bei entsprechend attraktiver Gestaltung und Marktpositionierung durchaus im freien Wettbewerb bestehen kann.“ 

Diese Einschätzung steht im krassen Widerspruch zu der Idee des Investors. Als Roland Rothmann und sein Architekt Philipp Fleper ihr Konzept für die 1a-Lage Anfang Dezember im Rat präsentierten, deklarierte der Immobilienmakler die Beteiligung der Kommune noch als existenziell bedeutsam. Wörtlich sagte Rothmann: „Es ist lebenswichtig, dass sich die Stadt in das Projekt einbringt.“ 

Da tickt die CDU offenbar ganz anders. Die Fraktion sieht laut Fröhling „die Gesamtverantwortung des Rates nicht nur für die städtebauliche Entwicklung, sondern auch für die finanziellen Auswirkungen für künftige Haushaltsjahre und die nächsten Jahrzehnte“. 

Einerseits sei es unbestritten, dass die Verwaltung Platzbedarf hat. Andererseits habe sich die Verwaltungsspitze bereits gegen zwei Vorschläge der CDU ausgesprochen: 

sowohl die Idee eines verkehrlich gut erreichbaren „technischen Rathauses“ außerhalb der Innenstadt als auch die Anmietung von Flächen im ehemaligen Postgebäude am Rathausplatz – seit kurzem Niederlassung der Firma Dura – habe die Verwaltung „abgebügelt, weil man angeblich keinen entsprechenden Flächenbedarf hatte,“ sagt Fröhling. 

Bislang haben die Verantwortlichen im Rathaus noch keine Zusage an Rothmann gegeben. Planungsamts-Chef Bärwolf im Dezember: „Das ist alles noch nicht klar.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare