Kaum Hoffnung auf Schmerzensgeld

Messerstich in Lunge - Schüler aus Lüdenscheid und Werdohl in Haft, junges Opfer traumatisiert

Symbolbild

Lüdenscheid - Nach einem nichtöffentlichen Strafprozess vor dem Hagener Landgericht hat die 1. große Jugendkammer einen 17- und einen 15-Jährigen zu Gefängnisstrafen verurteilt.

Ende September haben sie einen 16-jährigen Schüler brutal überfallen und schwer verletzt. 

Jetzt haben ein 17-jähriger Werdohler und sein 15 Jahre alter Komplize aus Lüdenscheid von der 1. großen Jugendstrafkammer des Hagener Landgerichts die Quittung bekommen: Der eine muss für zwei Jahre und vier Monate, der andere für zwei Jahre und acht Monate ins Jugendgefängnis. 

Mit der Verurteilung sind die beiden Täter noch vergleichsweise glimpflich davongekommen. Denn nach den Ermittlungen hat die Staatsanwaltschaft das Duo wegen versuchten Mordes angeklagt. 

Die Kammer unter Vorsitz von Richter Jörg Weber-Schmitz erkannte nach vier Verhandlungstagen „nur“ auf versuchten besonders schweren Raub in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung. 

Die Verurteilten hatten dem Jugendlichen am Abend des 27. September auf dem Kreuzweg, ein Verbindungsweg zwischen der Werdohler Straße und der Elsa-Brandström-Straße, aufgelauert, weil sie es auf sein Handy abgesehen hatten. 

Einer der Täter stach mit einem Messer zu und fügte dem Opfer eine Verletzung des Lungenfells zu. Der 16-Jährige konnte fliehen und musste stationär im Klinikum behandelt werden. 

Der junge Mann trat in dem nicht öffentlich geführten Prozess als Nebenkläger auf. Nach den Worten seines Rechtsanwalts Henning Weißgerber ist der Mandant „immer noch traumatisiert“. 

Eine zivilrechtliche Klage des 16-Jährigen auf Schmerzensgeld wäre laut Weißgerber „juristisch erfolgversprechend“, aber „materiell auf lange Sicht nicht aussichtsreich“.

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