Schwere Brandstiftung in Lüdenscheid

Brand an Bayernstraße: Verdächtiger schweigt

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Lüdenscheid - Nach der schweren Brandstiftung, durch die am Freitagabend zwei Gebäude an der Bayernstraße unbewohnbar wurden, laufen die Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft auf Hochtouren.

Über ein mögliches Tatmotiv des Mannes, der sich am Samstagmorgen der Polizei gestellt hat und der als Hauptverdächtiger gilt, gibt es offiziell noch keine Angaben. 

Am Vormittag rückten Beamte des Landeskriminalamtes (LKA) am Tatort an. Brandsachverständige untersuchten die Häuser im Hinblick auf die Ursache und mögliche Brandbeschleuniger. 

Nach Angaben von Oberstaatsanwalt Dr. Gerhard Pauli gehen die Ermittler derzeit „mit Sicherheit von Brandstiftung aus“. 

Der 31 Jahre alte Tatverdächtige wurde am Sonntag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Hagen einem Haftrichter des Amtsgerichts vorgeführt. Der erließ Untersuchungshaftbefehl. 

Inzwischen lässt sich der Mann anwaltlich vertreten. Nach Mitteilung der Polizei hat er sich zu dem Tatvorwurf noch nicht geäußert. Hinweise auf einen möglicherweise fremdenfeindlichen Hintergrund hätten sich bisher nicht ergeben. 

Die Staatsanwaltschaft steht nach den Worten Dr. Paulis wegen des Wohnhausbrandes in Kontakt mit dem türkischen Generalkonsulat. 

Nach LN-Informationen handelt es sich bei dem 31-Jährigen um einen Sohn des Eigentümers der beiden Häuser, der selbst dort wohnt. Wie zu erfahren war, lebte der Sohn mit seiner Familie ebenfalls in dem elterlichen Mietshaus, sei jedoch vor einiger Zeit ausgezogen. 

Nachbarn berichten über Streitigkeiten innerhalb der Familie. Der Hausbesitzer war kurz vor Ausbruch des Feuers von einer Trauerfeier aus der Türkei zurückgekehrt. 

Drei der Familien, die sich unverletzt ins Freie hatten retten können, sind nach Auskunft aus dem Rathaus zunächst zwei Nächte in Hotels, andere privat untergekommen. Gespräche mit Wohnungsgesellschaften laufen. 

Gestern durften die ersten Mieter nach der Sicherung des Tatortes in ihre Wohnungen an der Bayernstraße, um die nötigsten Gegenstände herauszuholen.

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