SPD-Fraktionschef im Wahlkampf

Lüdenscheider Wahlkampf mit Frank-Walter Steinmeier

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Wahlkampf mit dem Chef: Petra Crone freute sich sehr über die Unterstützung Walter-Steinmeiers.

Lüdenscheid - Es ist ein schöner Tag in Lüdenscheid – sagt Frank-Walter Steinmeier. Der Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion ist in die Bergstadt gekommen, um seine Parteifreundin Petra Crone im Wahlkampf zu unterstützen.

"Es war nicht so, dass ich ihn bitten musste – er hat es angeboten, weil er wirklich Lust hatte, hierher zukommen“, erzählt eine strahlende Petra Crone.

Der Wahlkampf an der Basis, die Tuchfühlung mit dem Bürger – für ihn sei das keine lästige Pflicht, sondern ein Privileg, „etwas, das ich wirklich sehr gerne tue“, sagt Frank-Walter Steinmeier mit Nachdruck. Und so ist es auch nicht verwunderlich, dass der SPD-Politiker schon wenige Minuten nach seiner Ankunft das erste Gespräch mit Lüdenscheider Bürgern führt. Karin und Luigi Fiscian wussten von dem hohen Besuch, dennoch ist das Treffen an der Corneliusstraße rein zufällig, wie Karin Fiscian betont. „Wir wollten Sie später auf dem Sternplatz treffen“, erzählt sie Frank-Walter Steinmeier. Zuerst stehe aber noch ein Gang ins Reisebüro an. Ein willkommenes Stichwort für den SPD-Mann Steinmeier, der den Kontakt zum Bürger sichtlich genießt und ihn auch offensiv sucht.

So wird der Gang zum „Kleinen Prinzen“ an der Luisenstraße immer wieder durch ein freundliches Hallo oder ein Händeschütteln unterbrochen. Frank-Walter Steinmeier weiß, dass der Wähler abgeholt werden will, dass er als Politiker die Initiative ergreifen muss. Bei seiner Ansprache auf dem Sternplatz wird er betonen, wie sehr ihn die Umfrageergebnisse der vergangenen Tage erschüttert haben: „Rund 40 Prozent der Bundesbürger wissen noch immer nicht, dass am 22. September eine Bundestagswahl ansteht.“ Deswegen setzt Frank-Walter Steinmeier auf zwei Dinge: Reden und Überzeugen.

Im „Kleinen Prinzen“ kann er das ausführlich tun. Neben zahlreichen SPD-Parteifreunden sind auch viele Lüdenscheider gekommen, um den Bundespolitiker einmal hautnah kennenzulernen. Bevor Frank-Walter Steinmeier mit Monika Hömann, einer eingefleischten Sozialdemokratin, ins Gespräch kommt, stattet er aber zuerst der Geburtstagsgesellschaft im Nebenraum einen Besuch ab. „Da muss man doch gratulieren!“, sagt der SPD-Politiker mit einem breiten Lächeln. Monika Hömann ist sichtlich aufgeregt: „Er ist beeindruckend. Ich finde ihn toll, als Politiker und auch als Mann.“

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Steinmeier in Lüdenscheid

Inzwischen ist Frank-Walter Steinmeier ins Gespräch mit Diana Geim vertieft. Petra Crone hat ihren Parteifreund mit der Leiterin des „Kleinen Prinzen“ und deren ehemaligem Chef Martin Ahrens bekannt gemacht. Ausführlich lässt sich Frank-Walter Steinmeier das Konzept des integrativen Restaurants und Cafés schildern.

Als nächstes steht ein Besuch der Eisdiele Cortina an. „Das ist der letzte Kaffee“, sagt Frank-Walter Steinmeier, „sonst kriege ich noch Herzklabastern.“ Nach einem Gespräch mit dem Hund Rübe und dessen Herrchen zieht es die SPD-Politiker auf den Sternplatz, wo mehr als 200 Lüdenscheider auf die Ankunft Frank-Walter Steinmeiers warten. Hier beginnt der eigentliche Wahlkampf: Stichworte wie faire Renten, vernünftige und flächendeckende Mindestlöhne und die Abschaffung des Betreuungsgeldes fallen. Auch lokale Themen nimmt der SPD-Mann auf. „Ich bin für einen Ausbau der Sauerlandlinie. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie voll die Autobahn ist. Der Ausbau ist eine gute Sache.“ Der Besuch in Lüdenscheid ist für Frank-Walter Steinmeier vorbei – der Wahlkampf nicht: „Ich fahre jetzt weiter nach Siegen.“

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