"... sonst stirbt das Stadtfest"

Unklare Zukunft: Das Stadtfest braucht dringend ein neues Konzept

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Die Visionäre trafen sich im Rosengarten-Zelt zur Arbeitssitzung.

Lüdenscheid - Um Visionen, die sich etabliert haben, die anlaufen und die kurz vor dem Startschuss stehen, ging es beim Treffen der Visionäre. Dringender Handlungsbedarf besteht vor allem beim Stadtfest. Dessen Zukunft ist unklar. Es geht ums Überleben der Traditionsveranstaltung.

Am Rande des WM-Eröffnungsspiels traf sich der harte Kern der Visionäre im Rosengarten – zum Arbeiten. Welche Visionen sind auf einem guten Weg, welche in der Pipeline? Mit diesen Fragen beschäftigte sich die Gruppe unter Regie von Willi Denecke.

Der machte einmal mehr deutlich, wie wichtig der Zusammenhalt sei: „Wir haben hier etwas in Bewegung gebracht. Wir müssen das Ding am Leben halten.“ Das ist immer wieder harte Arbeit, aber bislang gelingt’s.

Weitere Visionen haben Paten, die sich um ihre Umsetzung kümmern. Dabei zeigt sich, dass es Überschneidungen bei den Visionen gibt und Zusammenfassungen gelegentlich sinnvoll sind.

Deutlich werden auch brennende Themen wie das Stadtfest: Das ist eine der Visionen, ursprünglich geführt unter dem Stichwort Qualitätssteigerung. Tatsächlich geht’s längst ums Überleben der Traditionsveranstaltung. Es müsse gelingen, neuen Schwung in dieses Riesenthema zu bringen. „Ich glaube, sonst wird das Stadtfest sterben“, sagte LSM-Geschäftsführer André Westermann. Es sei nicht mehr das Fest der Vereine, weil die nicht mehr so funktionierten, wie es nötig sei, um eine solche Großveranstaltung zu stemmen.

Das 42. Stadtfest in diesem Jahr wird das letzte sein, das noch vom Geschichts- und Heimatverein als Veranstalter organisiert wird. Dann müsse, das hat auch der GHV schon gefordert, eine konzeptionelle Erneuerung her.

Für andere Visionen gibt’s Konzepte, die die jeweiligen Paten im Rosengarten-Zelt kurz vorstellten. Wie das zur Stadt des Lichts: Dr. Joachim Schulz, Axel Kleinschmidt und Björn Jäger wollen „schneegestöberartige Lichtpunkte“ von einem zentralen Punkt aus über ihre jeweiligen Fassaden tanzen lassen: „Mit etwas Glück ist es zu den Lichtrouten fertig.“ 

Bündel-Thema Payback-Karte, Qualitätsroute: Für André Westermann ist „ein Produkt, das auch funktioniert“ wichtiger, als parallele Anstrengungen. Ein solches Produkt könnte eine Lüdenscheid-Karte mit Spezialfunktionen sein, die den Einkauf in der Stadt förderten. Doch das lasse sich nicht nebenbei entwickeln, hier sei eine Anschubfinanzierung für ein professionelles Konzept nötig – etwas, das gemeinsam entschieden werden müsse: „Das Thema Visionen funktioniert nur in der Summe.“ 

Vision Street-Art: Linus Wortmann kündigte an, der Verein Willi und Söhne werde als Sponsor drei Fassaden von Privateigentümern von „sehr hochwertigen Künstlern“ gestalten lassen – ehemals Moskob, eine Fassade zum Rosengarten hin sowie eine Seitenwand an der Hochstraße. Etwa 50 Fassaden im Stadtgebiet seien grundsätzlich dafür geeignet. Die Stadt habe auch signalisiert, etwas machen zu können.

Das gilt im Übrigen als A und O jeder Visionärstätigkeit: auf gute Zusammenarbeit mit der Stadt zu setzen.

Vision Stadt-/Familienroute: Altstadt-Anrainerin Barbara Niclas stellte eine dreiteilige Route mit sehenswerten Stationen vor, die sich über QR-Codes in mehreren Sprachen erschließen lassen. „Jeder kann selbst entscheiden, wie lang die Route für ihn wird.“ Eine spezielle Route für Kinder sei nicht vorgesehen, sagte Barbara Niclas auf Nachfrage. Aber man könne sicherlich die Möglichkeit einbauen, „Ziele anzulaufen, die für Kinder interessanter sind“. Ende 2018, Anfang 2019 soll diese Vision Realität werden.

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